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26.05.2021

Vergütung der medizinischen Fusspflege bei Personen mit Diabetes

Ein positiver Schritt für die betroffenen Heimbewohnenden.

CURAVIVA Schweiz begrüsst, dass die medizinische Fusspflege bei Personen mit Diabetes künftig von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet werden soll. So hat es der Bundesrat jetzt entschieden. CURAVIVA Schweiz hatte sich an der entsprechenden Vernehmlassung mit einer Stellungnahme beteiligt.

CURAVIVA bedauert, dass die Vergütung von Leistungen der medizinischen Podologie (podologischen Fussbehandlungen) auf Auftreten von Diabetes mellitus mit erhöhtem Risiko von spezifischen Fusssyndromen eingeschränkt wird. Nicht berücksichtigt wurde die Forderung von CURAVIVA Schweiz, eine Vergütung bei gewissen weiteren Befunden wie Durchblutungsstörungen zu ermöglichen.

Dagegen begrüsst CURAVIVA Schweiz, dass die Leistungen von Podologen und Podologinnen, die nicht über ein Diplom einer höheren Fachschule verfügen, vergütet werden können. Angesichts des Fachkräftemangels im Bereich ist diese relativ flexible Lösung sinnvoll. Weiter werden die Kosten für eine erhöhte Anzahl podologischer Sitzungen von der OKP künftig übernommen. Somit kommt die neue Regelung CURAVIVA Schweiz ein Stück weit entgegen. Dass eine neue ärztliche Anordnung für die Fortsetzung der Fusspflege zulasten der OKP jedes Jahr nunmehr erforderlich ist, ist ausserdem im Sinne der von CURAVIVA Schweiz beantragten situative Ermittlung der Bedürfnisse im Einzelfall.

Mit der neuen Regelung können Fuss-, Haut-, und Nagelkontrolle, protektive Massnahmen, Instruktion und Beratung von der OKP künftig vergütet werden. CURAVIVA Schweiz begrüsst diese Erweiterung ausdrücklich: Die Vergütung von der OKP hängt künftig davon ab, wie gross das Risiko für gewisse gesundheitliche Komplikationen am Fuss ist. Die Regelung wird zwar zunächst zu Mehrkosten führen, längerfristig ist jedoch mit Einsparungen zu rechnen, weil gesundheitliche Komplikationen verringert werden. Die geschätzten jährlichen Folgekosten belaufen sich zunächst auf 16 Millionen Franken und reduzieren in der Folge schrittweise auf 10 Millionen Franken. Die neue Regelung tritt Anfang 2022 in Kraft.

Neue Regelung der Vergütung gewisser Leistungen der medizinischen Fusspflege vom 26. Mai 2021

Vernehmlassungsantwort von CURAVIVA Schweiz vom 17. September 2020

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