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12.12.2019

Strategie Gesundheit 2030 verabschiedet

CURAVIVA Schweiz begrüsst die Schwerpunkte in der Langzeitpflege.

Mit der am 6. Dezember verabschiedeten Strategie Gesundheit 2030 reagiert der Bundesrat auf die gesellschaftlichen und demographischen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Ein Schwerpunkt der Strategie ist auch die Langzeitpflege: der Bundesrat will sie wirksamer und effizienter gestalten und mit neuen Finanzierungsanreizen zu einer Modernisierung der Leistungserbringer beitragen.

CURAVIVA Schweiz begrüsst die Ziele und Stossrichtungen, welche der Bundesrat für die Langzeitpflege skizziert: Die Absicht, neue Angebote bei den intermediären Strukturen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung oder der Palliative Care zu schaffen, geht in die richtige Richtung. CURAVIVA Schweiz setzt sich seit einiger Zeit für neue Wohnformen mit flexiblen Angeboten ein, namentlich für das «Betreute Wohnen». Sukkurs erhält diese Stossrichtung auch von der Politik: so hat das Parlament dem Bundesrat mit der Überweisung der Motion «Ergänzungsleistungen für Betreutes Wohnen»
einen verbindlichen Auftrag erteilt.

Zu begrüssen sind auch die Absichten, dem drohenden Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen: Der Bundesrat gibt damit ein klares Bekenntnis zu einer Ausbildungsoffensive und zu einer Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs ab. Dies deckt sich mit der Stossrichtung des Indirekten Gegenvorschlags zur Pflegeinitiative, welche nächste Woche vom Nationalrat beraten wird. Gerade die Kompetenzerweiterung des Pflegefachpersonals ist ein zentraler Pfeiler der Vorlage.

Erfreulich ist zudem, dass der Bundesrat in seiner Strategie 2030 der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und insbesondere ihrer psychischen Gesundheit grössere Aufmerksamkeit schenken will. Hingegen bedauert CURAVIVA Schweiz, dass die medizinische Grundversorgung für Menschen mit Behinderung, die heute klare Mängel aufweist, keinen Schwerpunkt bildet.

Mit Befriedigung hat CURAVIVA Schweiz die Ankündigung zur Kenntnis genommen, dass die betroffenen Akteure an der Konkretisierung der Stossrichtungen des Bundesrates mitwirken können. Der Verband wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass wichtige Pendenzen der Strategie 2020, namentlich die bessere Finanzierung für Palliative Care und die Pflege von Menschen mit Demenz, noch erledigt werden.

Medienmitteilung des Bundesrates

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