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09.12.2019

Vergütung des Pflegematerials

CURAVIVA Schweiz begrüsst Absicht des Bundesrates nach einer einheitlichen Finanzierung durch Krankenkasse.

Die aktuelle Vergütung von Pflegematerial ist administrativ aufwändig: denn sie unterscheidet zwischen Selbstanwendung und Anwendung durch Pflegefachpersonen in einem Pflegeheim. Im ersten Fall werden diese Materialien separat von den Krankenkassen vergütet, im zweiten Fall gelten diese Pflegematerialien als Teil der Pflege und werden gemeinsam von Kantonen, Krankenkassen und Versicherten finanziert. Dieses Vergütungsregime bringt einen hohen administrativen Aufwand mit sich und führt zu Versorgungslücken, weil aufgrund der unklaren Finanzierung viele Rechnungen für diese Pflegematerialien unbezahlt bleiben. Dieses Vergütungsregime geht auf zwei Urteile des Bundesverwaltungsgerichts zurück, das die Unterscheidung zwischen «Selbstanwendung» und «Fremdanwendung» durchgesetzt hatte.

Der Bundesrat will deshalb eine schweizweit einheitliche Vergütung für das Pflegematerial einführen und hat eine entsprechende Änderung des Krankenversicherungsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Künftig sollen die Krankenversicherer die Finanzierung des Pflegematerials übernehmen. Und zwar unabhängig davon, ob dieses von den Patientinnen und Patienten selber oder von einer Pflegefachperson angewendet wird.

Die Revision soll klare rechtliche Grundlagen schaffen für die frühere Praxis, für die sich CURAVIVA Schweiz immer stark gemacht hat. Der Branchenverband begrüsst darum die Vorlage des Bundesrates. Wird sie wie angekündigt umgesetzt, bringt sie eine administrative Entlastung, beseitigt falsche Anreizsysteme und behebt die Versorgungslücken. Der Branchenverband wird die Vorlage im Detail prüfen und ein detaillierte Stellungnahme einreichen.

Medienmitteilung des Bundesrates

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