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12.07.2019

Menschen mit Sehbehinderung in Alters- und Pflegeinstitutionen

Impulstag vom 25. September 2019 in Olten.

Gemäss einer neueren Untersuchung (SZB/Spring, Sehen und hören in Spitex und Heimpflege, 2017) sind in der Schweiz 42 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeinstitutionen sehbehindert. Dieser Umstand ist im Zusammenhang mit den schwerwiegenden und vielfältigen Folgen einer Sehbeeinträchtigung zu betrachten: Die selbstständige Ausübung alltäglicher Aktivitäten und die Selbstpflege sind meist stark eingeschränkt, Wechselwirkungen auf physischer Ebene (zum Beispiel Tag-Nacht-Umkehr) sowie die psychische Belastung kommen hinzu. Mehr noch: Es ist belegt, dass die Wahrnehmungseinbusse wegen altersbedingten Augenerkrankungen zu erheblichen kognitiven Einschränkungen führen kann. Die Gefahr für eine Fehldiagnose ist gross: Das Kompetenzzentrum für Sehbehinderung im Alter (KSiA) geht davon aus, dass bis zu 15 Prozent der sehbeeinträchtigten älteren, pflegebedürftigen Menschen als dement fehlbeurteilt und behandelt werden.

CURAVIVA Schweiz bietet nun eine Impulstagung zum Thema. Die Veranstaltung richtet sich an Leitungspersonen und Mitarbeitende in der Pflege und Betreuung. Sie bietet in einem ersten Schritt grundlegendes Wissen über Sehschädigung im Alter und die Zusammenhänge mit anderen pflegerelevanten Phänomenen. Darauf aufbauend werden den Teilnehmenden spezifische Anregungen vermittelt, die sie konkret dabei unterstützen können, den sehbehinderten Bewohnenden zu mehr Selbstständigkeit in den Aktivitäten des alltäglichen Lebens zu verhelfen.

Programm und Anmeldung

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