News - News - COVID-19: Assistenzdienst der Armee auch für Alters- und Pflegeheime

03.12.2020

COVID-19: Assistenzdienst der Armee auch für Alters- und Pflegeheime

CURAVIVA Schweiz bedauert die Ablehnung des Parlaments.

Die Alters- und Pflegeheime leisten seit Beginn der Pandemie einen grossen Einsatz. Und sie tragen dabei auch zur Entlastung der Spitäler bei, indem sie Bewohnende länger bei sich behalten. Dieser Fakt sowie der Personalmangel der Alters- und Pflegeheimen in einigen Kantonen haben die Verbände der Leistungserbringer und die Kantone dazu bewogen, eine Ausdehnung des Assistenzdiensts der Armee auf die Alters- und Pflegeheime zu beantragen. Das Parlament hat diesem Begehren leider eine Absage erteilt.

CURAVIVA Schweiz bedauert diesen Entscheid. Denn damit steht eine wichtige Ressource nicht zur Verfügung, um die Folgen des coronabedingten Personalmangels in den Alters- und Pflegeheimen vorübergehend abzufedern. Zudem ist nicht einzusehen, weshalb es für eine Ratsmehrheit einen Unterschied macht, ob Armeeangehörige im Spital oder im Pflegeheim eingesetzt werden. Beide sind wichtige Akteure im Gesundheitswesen.

Schliesslich ist auch der Vorwurf aus dem Nationalrat zurückzuweisen, dass die Verbände der Leistungserbringer der Politik vorschreiben wollen, wie die Armee einzusetzen ist: zusammen mit der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) haben sich die Verbände engagiert, um den Kantonen zumindest die Möglichkeit zu verschaffen, bei Bedarf die nötigen personellen Ressourcen für die Heime bereitzustellen. Diese Option wäre auch den Spitälern zugutegekommen. Die Personalsituation in den Institutionen wird auf nicht absehbare Zeit angespannt bleiben. CURAVIVA Schweiz nimmt Verteidigungsministerin Viola Amherd beim Wort, dass die notwendigen Ressourcen bei Zivildienst und Zivilschutz für den Einsatz in Alter- und Pflegeheimen zur Verfügung stehen.

Zurück