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21.01.2020

Projekt «Curricula an Fachhochschulen»

Erste Ergebnisse des Competence Network Health Workface (CNHW).

In einem Forschungsprojekt des CNHW wurden Curricula an Fachhochschulen untersucht. Leitende Fragestellung des Projektes war, wie Studierende auf den Fachkräftemangel vorbereitet werden sollen. Aktuellste Ergebnisse des CNHW zeigen, dass die Massnahmen zur Förderung des Personalerhalts bereits in der Ausbildung ansetzen müssen.

Mittels Fokusgruppeninterviews wurden Dozentinnen und Dozenten zu aktuellen Bildungsinhalten in Bachelor- und Masterstudiengängen und deren Zusammenhang mit dem persönlichen Umgang mit Arbeitsbelastungen der Studierenden befragt. Dabei konnte aufgezeigt werden, dass für die Arbeitsbelastung relevanten Themen nicht aus der Studierendenperspektive angegangen werden. Gemäss den Befragungen wird vorausgesetzt, dass Studierende in Unterrichtseinheiten, beispielsweise zur Gesundheitsförderung sowie dem Selbstmanagement, Rückschlüsse für ihr eigenes gesundheitsförderliche Verhalten ziehen. Da dies offenbar nicht zutrifft, folgen bereits früh im Berufsleben psychische und physische Belastungen. Demzufolge überlegen sich Pflegefachpersonen bereits während ihrer Ausbildung aus dem Beruf auszusteigen oder zumindest die Stelle zu wechseln.

Damit dies nicht geschieht sollten aus Sicht der Studierenden Pflege HF Massnahmen in folgenden vier Bereichen getroffen werden:

  • Lohnpolitik
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Verminderung des Zeitdrucks
  • Führungsunterstützung

CURAVIVA Schweiz ist in der Begleitgruppe des Projekts vertreten, um die Perspektive der Langzeitpflege sicherzustellen. In einem Workshop hat CURAVIVA Schweiz mögliche Lösungsansätze zur Verbesserung des Verbleibs im Beruf während der Ausbildung mitdiskutiert. Dabei war es insbesondere relevant den Ausbildungskontext in Institutionen für Menschen im Alter umfassend einzubringen.

Das Competence Network Health Workface (CNHW)

Im Rahmen des nationalen Projekts ‘Strategien gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen’ arbeiten fünf Fachhochschulen, Berner Fachhochschule (BFH), Fachhochschule St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Fachhochschule Westschweiz, die Fachhochschule der italienischen Schweiz und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften als CNHW zusammen. Die Kooperation findet unter der Leitung der BFH statt. Basierend auf 17 Forschungsprojekten werden Grundlagen und Massnahmen erarbeitet. Daraus wird ein Kompetenzzentrum (2021) gegen den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen aufgebaut. Das Gesamtprojekt wird finanziell mit 3 Millionen Franken durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gefördert. Die Kooperation der Hochschulen Gesundheit beteiligt sich im gleichen Masse mit weiteren 3 Millionen Franken.

Das Projekt hat zum Ziel den Fachkräftemangel zu untersuchen und zu reduzieren. Die Aktivitäten konzentrieren sich speziell auf die Erkenntnisgewinne sowie die Implementierung von Evidenz, um die Kompetenz des Gesundheitspersonals zu verbessern.

Zu zentralen Themen der Personalpolitik finden sich verschiedene Publikationen und Instrumente in der HR Box von CURAVIVA Schweiz.

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