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17.12.2019

Wettbewerbspreise der Medizinalprodukte MiGeL

CURAVIVA Schweiz lehnt den Vorschlag der SGK-N zur Änderung des KVG ab.

Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK-N) will bei den Medizinalprodukten der Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) ein Wettbewerbssystem einführen. Alle Preise für MiGeL-Produkte sollen in Verträgen zwischen Versicherern und Leistungserbringern vereinbart werden. Nach sorgfältiger Prüfung lehnt CURAVIVA Schweiz die Vorlage der SGK-N aus folgenden Gründen ab:

  • Den vorliegenden Vorschlag von Wettbewerbspreisen für die Medizinalprodukte gemäss MiGeL führt zu einem enormen Verhandlungsaufwand. Dieser Nachteil fällt viel stärker ins Gewicht als die Wettbewerbsvorteile.
  • Der Erfolg der Verhandlungen ist nicht gewährleistet. Wenn sie scheitern, ist jeder einzelne Kanton gefordert, eine eigene Lösung zu suchen.
  • Zudem wären mit dem Systemwechsel die Pflegeinstitutionen nicht mehr automatisch als Abgabestellen anerkannt, wie dies heute der Fall und für gute Pflege nötig ist: Dem kann CURAVIVA Schweiz im Sinne der Erhaltung von effizienten und kostendämpfenden Prozessen nicht zustimmen.
  • Ausserdem würde die Aufhebung des heute bestehenden Systems mit Hochvergütungsbeiträgen Patientinnen und Patienten nicht mehr ermöglichen, sich auf eigene Kosten für qualitativ bessere Produkte zu entscheiden, vor allem da die Zulassungsschranken für neue, bessere Produkte noch höher als heute ausfallen würden.


CURAVIVA Schweiz begrüsst im Grundsatz die Anwendung von Wettbewerbsmechanismen, setzt sich jedoch gegen zusätzlichen Administrativaufwand ein, erst recht, wenn sich im Gegenzug kein Nutzen ergibt. Heute besteht ein durchaus gut funktionierendes System, welches nicht ohne Not geändert werden sollte.

 

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