Lebensqualität - Im Fokus - Lebensqualität

Lebensqualität

Ob für Menschen im Alter, Menschen mit Behinderung oder Kinder und Jugendliche – CURAVIVA Schweiz vertritt die Grundhaltung, dass für Menschen mit Unterstützungsbedarf ihre hohe individuelle Lebensqualität an erster Stelle steht.

Konzept und Umsetzung

Was bedeutet «Lebensqualität»? Und wie kann für Menschen mit Unterstützungsbedarf die individuelle Lebensqualität konkret optimiert werden? 

Die wissenschaftlich fundierte Lebensqualitätskonzeption von CURAVIVA Schweiz gibt Antwort auf diese Fragestellungen. Sie unterstützt den Reflexionsprozess über die Bedingungen und Inhalte von Lebensqualität sowie die Erreichung individuell ausgerichteter Zufriedenheit. Sie ermöglicht Fachpersonen – zusammen mit Menschen mit Unterstützungsbedarf – Entscheidungen und Massnahmen zu treffen, welche konsequent an der individuellen Lebensqualität ausgerichtet sind. 

Die Konzeption von CURAVIVA Schweiz fördert die bewusste Haltung der Mitarbeitenden, der Bewohnerinnen und Bewohner und ergänzt die angewandten Modelle und Ansätze zur Sicherung der Qualität.

Das Arbeitsblatt «LQ-Plan» (Lebensqualität-Plan) dient als Leitfaden zur Umsetzung der Lebensqualitätskonzeption. In fünf Schritten können Institutionen Einflussfaktoren der individuellen Lebensqualität erkennen und die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen zielgerichtet für deren Optimierung einsetzen.

Case Studies

Um praktische Anwendungsmöglichkeiten der Lebensqualitätskonzeption zu illustrieren, stehen konkrete Case Studies von Mitgliederinstitutionen zur Verfügung.

Feedback zur Konzeption

Die Lebensqualitätskonzeption bietet ein fundiertes, leicht verständliches und vor allem für alle Bereiche einer Institution einsetzbares Modell. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig, vorausgesetzt man entwickelt daraus seine eigenen Ansätze. Im Pflegehotel St. Johann sind diese in Verbindung mit dem geltenden Pflege- und Betreuungskonzept, punktuell in Fallbesprechungen und bei der konsequent anspruchsgruppenorientierte Gestaltung unserer neuen Homepage entstanden. Es geht aber noch weiter. Das Modell unterstützt uns derzeit ganz besonders bei der Entwicklung und Implementierung einer personenzentrierten Prozesslandkarte. Damit bekommt die Lebensqualitätskonzeption auch im Qualitäts-/Prozessmanagement ihren verdienten Platz.

André Gyr, Leitung Qualität und Sicherheit, Pflegehotel St. Johann Basel

Das Modell von CURAVIVA Schweiz bietet die Grundlage für eine fachlich breit abgestützte Erfassung der Lebensqualität von Bewohner/innen. Es hat sich in der Praxis als geeignetes Arbeitsinstrument für Fallbesprechungen erwiesen, da es unterschiedliche Perspektiven auf die individuelle Lebensqualität eröffnet. Zudem fördert es den interdisziplinär Austausch im Team und die produktive Erarbeitung bedürfnisorientierter Unterstützungsangebote.

Esther Ludwig Koch, Psychogerontologin Dipl. Univ., Systemische Beraterin MAS FH, Stv. Zentrumsleiterin, Alterszentrum Wengistein, Solothurn

Eine assistierende Grundhaltung vorausgesetzt, können wir auf der Basis des Lebensqualitätsmodells  den individuellen Bedarf des Klienten erfassen, verschiedene Themen in Bezug setzen und mit ihm gemeinsam Wege suchen, wie er sein Leben realitätsbezogen gestalten kann.
Das strukturierte schriftliche Festhalten des individuellen Bedarfes ermöglicht uns zu überprüfen, ob das Ziel der Erfassung der subjektiven Faktoren für ein gelingendes, selbstbestimmtes Leben erreicht wird.

Matthias Lang, Leiter Agogik, abilia Basel

Das Lebensqualitätsmodell nach CURAVIVA Schweiz ist die Grundlage unseres Agogischen Konzeptes und somit die Basis für unser agogisches Handeln. Sie dient uns, umfassend über die Zufriedenheit und das Wohlbefinden unserer  Bewohnenden im Alltag informiert zu sein. In Fallbesprechungen können wir die gewonnenen Erkenntnisse in Zielformulierungen mit einbeziehen. Ziel ist es, dass unsere Bewohnenden zu einem möglichst selbstbestimmten Leben befähigt werden. Die  Qualitätsanforderungen und die Förderung des Wohlbefindens im Einklang mit den Lebensansprüchen jedes Einzelnen, stellen für uns eine WIN – WIN Situation dar. Dies wird den Bewohnenden, Mitarbeitenden und dem Personal im Gehörlosendorf, durch eine ständige und kritische Auseinandersetzung mit dem Lebensqualitätsmodell ermöglicht.

Annett Kother, Qualitätsleitung, Stiftung Schloss Turbenthal Gehörlosendorf