CURAVIVA Schweiz - Home

19.11.2019

Pflegekosten 2018: Hoher Eigenanteil der Betroffenen

CURAVIVA Schweiz setzt sich für ganzheitliche Betrachtung der Langzeitpflege ein.

Für die Pflege zu Hause oder in Pflegeheimen greifen die Schweizerinnen und Schweizer tief in die Tasche: von den Gesamtkosen von 12.9 Milliarden haben sie im Jahr 2018 knapp 700 Millionen Franken selber bezahlt – zusätzlich zu Prämien, Selbstbehalt und Franchisen. Dies zeigen Statistiken zur sozialmedizinischen Betreuung in Institutionen und Pflege, wie das Bundesamt für Statistik vermeldet. Alles eingerechnet, liegt der Eigenanteil der Betroffenen an der Finanzierung ihrer Pflege und Betreuung bei rund 30%. Dies ist auch im internationalen Vergleich ungewöhnlich.

Wenn sich diese Belastungen auch angesichts des demographischen Wandels nicht verschärfen sollen, sind neue Lösungsansätze der Pflegefinanzierung zwingend: sie ist allein über die heutigen Kostenträger nicht mehr nachhaltig. Für CURAVIVA Schweiz ist es unabdingbar, neue Finanzierungsquellen wie etwa die Mehrwertsteuer zu diskutieren, und der Finanzierung der Langzeitpflege gerade auch bei der Beratung der Altersvorsorge Rechnung zu tragen.

Dies allein wird nicht ausreichen: denn die Kosten dürfen nicht ungebremst weiter steigen. Die Branche ist deshalb gewillt, mit flexiblen, bedarfsgerechteren Angeboten wie dem Betreuten Wohnen zur Dämpfung der Kostenentwicklung beizutragen. Ein wichtiger Meilenstein dazu wurde mit der einstimmigen Überweisung der Motion 18.3716 «EL und Betreutes Wohnen» durch die SGK-S am 29. Oktober 2019.

CURAVIVA Schweiz wird sich konsequent für eine nachhaltige Finanzierung und für bedarfsgerechte Angebote einsetzen.

Medienmitteilung | Bundesamt für Statistik | 2019