Grundlagen

Definition

Charta 2.0 «Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen»

Die Charta 2.0 skizziert das heutige Verständnis interprofessioneller Zusammenarbeit, formuliert Prinzipien, Kernelemente und Verpflichtungen aller Beteiligten. Mit der Charta richtet sich die SAMW an die in der Gesundheitsversorgung aktiven Fachleute, Berufsverbände und Institutionen.

Interprofessionalität im Gesundheitsbereich ist gemäss Weltgesundheitsorganisation (WHO) dann gegeben, wenn mehrere Gesundheitsfachleute mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen so zusammenarbeiten, dass sie zu einem gemeinsam geteilten Verständnis kommen, das sie vorher noch nicht hatten und zu dem sie ohne einander nicht hätten kommen können.

Interprofessionelle Zusammenarbeit als Abweichung vom Normalfall

Die Studie der SAMW zeigt, welche erfolgskritischen Dimensionen und Fördermassnahmen zu beachten sind, um interprofessionelle Zusammenarbeit in der Praxis zu implementieren.

Interprofessionelle Zusammenarbeit wird in der Studie als Abweichung vom vertrauten «Normalfall» der Professionalität betrachtet. Die Stärke des professionellen Systems droht dann in eine Schwäche umzukippen, wenn der «Normalfall» überfordert wird und sich zu überschätzen droht. Immer noch macht dann jeder das, wofür er sich professionell zuständig betrachtet, aber ohne in hinreichenden Austausch oder Verständnissuche mit anderen zu treten.

Definition des Begriffs «Interprofessionalität» im Gesundheitswesen im Schweizer Kontext

Es gibt verschiedene Hinweise darauf, dass der Begriff «Interprofessionalität» in Wissenschaft und Praxis unterschiedlich ausgelegt und verwendet wird. Unterschiedliche Auslegungen desselben Begriffs können eine Hürde für konkrete interprofessionelle Zusammenarbeit und für die Anwendung bestehender Instrumente darstellen, aber auch fachliche und politische Diskussionen über die Weiterentwicklung der Organisation der Gesundheitsversorgung erschweren.

Das Ziel der Studie war es, die verschiedenen Auffassungen der Begriffe der interprofessionellen Bildung und Zusammenarbeit zu eruieren und zu analysieren und die Definition von Interprofessionalität weiter zu schärfen, um damit eine Grundlage für die Weiterentwicklung des Themas Interprofessionalität und dessen Einbettung in einen grösseren gesundheitspolitischen Kontext zu legen.

Erfolgsfaktoren und Hindernisse

Policy Brief – Ambulante Versorgung

Der Policy Brief zeigt Erkenntnisse zu Herausforderungen auf, welche ambulant tätige Leistungserbringer antreffen, wenn sie interprofessionell arbeiten wollen.

Policy Brief – Stationäre Versorgung

Der vorliegende Policy Brief zeigt Erkenntnisse zu Herausforderungen auf, welche stationär tätige Leistungserbringer antreffen, wenn sie interprofessionell arbeiten wollen.

Interprofessionelle Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung: Erfolgskritische Dimensionen und Fördermassnahmen

Die Studie der SAMW zeigt, welche erfolgskritischen Dimensionen und Fördermassnahmen zu beachten sind, um interprofessionelle Zusammenarbeit in der Praxis zu implementieren.

Die Praxis gelingender interprofessioneller Zusammenarbeit

Die Studie der SAMW zeigt auf, was interprofessionelle Zusammenarbeit aus Sicht der handelnden Fachpersonen konkret bedeutet und Schlussfolgerungen

Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche interprofessionelle Zusammenarbeit

Die Plattform Interprofessionalität der Verbände aus der Grundversorgung (u.a. FMH, Hausärzte Schweiz, SBK, Spitex Schweiz, pharmaSuisse) zeigt in ihrem Positionspapier eine Definition, Schlüsselfaktoren sowie Ziele für eine erfolgreiche interprofessionelle Zusammenarbeit auf.

Interprofessionelle Zusammenarbeit – Anreize und Hindernisse in der Berufsausübung

Welche Anreize gibt es für die diversen Berufe im Gesundheitswesen, interprofessionell zusammenzuarbeiten? Welche Hindernisse treffen sie an und mit welchen Massnahmen könnten diese abgebaut werden? Die Studie gibt Antworten aus Sicht involvierter Personen.

Interprofessionelle Sitzungen in stationären Settings

Was sind die Chancen und Herausforderungen interprofessioneller Sitzungen? Die Ergebnisse dieser Studie ermöglichen, die Gruppenprozesse an interprofessionellen Sitzungen besser zu verstehen und die bei der Teambildung und -führung zu bewältigenden Herausforderungen zu ermitteln.

Einsatz von Freiwilligen in der interprofessionellen Versorgung

Wie ist formelle Freiwilligenarbeit derzeit in die Gesundheitsversorgung eingebettet? Welche Erfolgsfaktoren führen zu ihrem gelungenen Einsatz? Wo entstehen Spannungsfelder im Rahmen der interprofessionellen Versorgung?

Erfolgsfaktoren an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe

Welche Einflussfaktoren begünstigen oder hemmen die Umsetzung von interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe? Wie können hemmende Faktoren überwunden werden? Die Studie gibt Antworten.

Interprofessionelle Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialbereich

Die Studie der Hochschule Luzern und Interface zeigt die Formen, den Nutzen, sowie die Erfolgsfaktoren und Entwicklungspotentiale der interprofessionellen Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialbereich auf.

Erfolgsfaktoren integrierter Versorgungsmodelle

Die Publikation zeigt auf, warum sich eine verbesserte ziel- und wirkungsorientierte Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitsbereich lohnt und welche Rolle die einzelnen Akteure dabei spielen können. Die Erfolgsfaktoren zeigen auf, was konkret zu tun ist, um den Dialog, die Strukturen sowie den Aufbau neuer Modelle der integrierten Versorgung voranzubringen.

Ausgewählte Websites