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Spiritualität in der Langzeitpflege

Spiritualität – ein vieldeutiger Begriff

Was bedeutet Spiritualität?

Verschiedene Definitionen und Umschreibungen versuchen Gültiges dazu auszusagen – die inhaltliche Bandbreite dabei ist gross. Tendenziell wird  heute unter Spiritualität die persönliche Beziehung eines Menschen zu dem, was ihn im Tiefsten trägt und seinem Alltag Sinn verleiht, verstanden. Konkret geht es um die drei Grundbedürfnisse nach Geborgenheit, Hoffnung und Sinn. Spiritualität bedeutet mehr als  einer bestimmten Religion oder Konfession anzugehören. Zwar versuchen auch die Religionen und Konfessionen in Form von Wahrheiten und/oder Ritualen konkrete Antworten zu diesen existentiellen Fragen zu geben, immer häufiger schöpfen Menschen ihre Antworten auf die Grundfragen des Lebens aber auch aus nichtkirchlichen oder nichtreligiösen Kontexten.

Spiritual Assessment

Spiritualität ist eine bedeutsame Ressource um Krisensituationen zu bewältigen und zentral für ein zufriedenes Alter. Spiritualität gehört deshalb nebst den physischen, psychischen und sozialen Komponenten zu den vier zu beachtenden Dimensionen der Palliative Care.

Diese Ressource ist individuell verschieden und stark mit der eigenen Lebensbiografie verknüpft. Damit Pflegende und Betreuende diese Ressource bei ihren Bewohnerinnen erkennen und unterstützen können, brauchen sie ein, an die Situation der Langzeitpflege angepasstes, Assessment-Instrument. Das Institut Neumünster hat ein solches praxisnahes Instrument «NASCA» (Neumünster Assessment für Spiritual Care im Alter) zur praxisnahen Wahrnehmung der spirituellen Dimension bei älteren, auch demenzkranken Menschen entwickelt. 

Pilgram-Frühauf, Franzisca/Schmid, Christoph (2018). Spiritual Care im Alter. Eine Einführung für Pflegende und Begleitende. Zürich: Careum Verlag.

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Spiritualität in die Betriebskultur integrieren

 

Es ist nötig, dass Spiritualität in die Gesamtkultur eines Betriebes integriert wird, um einen genügend hohen Stellenwert in der Langzeitpflegeinstitution zu erhalten.

Diesbezüglich ist in Kooperation zwischen CURAVIVA Schweiz, Fachbereich Alter und dem Institut Neumünster unter dem Namen «SpiL» ein Leitfaden für Führungskräfte entstanden. Er enthält in erster Linie konkrete Vorschläge, wie diese Dimension auf der normativen, strategischen und operativen Ebene einer Institution verankert werden kann sowie die notwendigsten Fachinformationen zum Begriff Spiritualität.

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