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Arbeitsbedingungen – für attraktive Arbeitsplätze

Wie oft schiebe ich Spätschicht? Verdiene ich genug? Welche Aufgaben habe ich zu erfüllen? Wo ist mein Arbeitsplatz und wie ist er ausgestaltet? Mit wem arbeite ich in welcher Form zusammen? Solche Fragen prägen das Arbeitsverhältnis, sie sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zentral. Gute Arbeitsbedingungen und reibungslose Abläufe in einem Betrieb tragen massgeblich dazu bei, dass die Leute gerne zur Arbeit erscheinen. Arbeitsplätze mit interessanten Arbeitsbedingungen sind attraktive Arbeitsplätze. Es ist im Wesentlichen der Arbeitsvertrag, der die Arbeitsbedingungen regelt. Betriebe orientieren sich dabei an ihrer spezifischen Situation, müssen aber auch gesetzliche, kantonale und tarifliche Vorgaben einhalten. In dieser Rubrik finden Sie nützliche Empfehlungen zu Arbeitszeit, Lohn, Leistungen, Arbeitsort und Personalzusammensetzung.

Ausländische Diplome

Ein Anerkennungsverfahren schafft Klarheit

Der Pflegefachmann aus Kroatien, die Pflegeassistenz aus Portugal, die Ärztin aus Deutschland - Mitarbeitende aus dem Ausland erfüllen in vielen Bereichen des schweizerischen Gesundheitswesens eine wichtige Rolle. Ohne die zugewanderten Kolleginnen und Kollegen bestünden Lücken in der Versorgung. Gerade auch in der Langzeitpflege und -betreuung in den Institutionen fehlt es hierzulande immer häufiger an geeignetem Personal. Es gilt deshalb, alle fachlichen Ressourcen zu nutzen und sie professionell und fair einzusetzen. Damit sich das Potenzial ausländischer Mitarbeitender entfalten kann, ist es wichtig, sie richtig einzustufen sowie ein Anerkennungsverfahren einzuleiten und sie darin zu unterstützen.

Weiterbildungsangebot von CURAVIVA Schweiz

FaBe – wertvolle Teammitglieder

Ausbildung zur Fachfrau oder zum Fachmann Betreuung (FaBe)

Die FaBe-Lehre dauert drei Jahre. Für Erwachsene gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine verkürzte Ausbildung zu absolvieren.

Sie kann fachspezifisch unter anderem im Betagtenbereich (Vertiefung Fachrichtung Alter Betagte) abgeschlossen werden und ersetzt hier die früheren Fähigkeitsausweise Betagtenbetreuung FA SODK sowie Soziale Lehre.

Die FaBe-Ausbildung setzt Schwerpunkte unter anderem in der Alltagsbetreuung und -gestaltung. Institutionen der Langzeitpflege können FaBe vielfältig einsetzen, je nach Klientel und Auftrag. In interdisziplinären Teams tragen die FaBe ihren Teil dazu bei, die Selbständigkeit der betagten Menschen möglichst lange zu erhalten und ihnen Lebensqualität zu ermöglichen.

Der FaBe-Beruf eröffnet zudem diverse Laufbahnmöglichkeiten.

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Lohn

Zum Salär ...

Wie viel verdient die Fachfrau Betreuung im Heim? Welchen Lohn hat der Assistent Gesundheit und Soziales (AGS) mit Attest zugute, der neu im Team der Institution mitanpackt? Und welche Vorgaben gibt es zum Salär der Absolventinnen und Absolventen einer Höheren Fachschule? Bei den Löhnen existieren schweizweit grosse Unterschiede. Je nach Kanton, Region und nach Alter der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters differieren die Saläre stark. Auch die Grösse und die Art des Betriebs beeinflussen die Entlöhnung. Konkrete Empfehlungen lassen sich deshalb kaum abgeben.

Informationen zu orts- und branchenüblichen Löhnen geben die kantonalen Ämter für Wirtschaft und Arbeit, oder Ämter für das Personal, Abteilung Löhne. Ebenso geben kantonale oder regionale Berufsverbände und Gewerkschaften Auskunft zu Lohnfragen.
Mitglieder des SBK’s (Schweizer Berufsverband Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner) können sich an die zuständige Sektion wenden.

Die hier bereitgestellten Links können Führungsverantwortlichen jedoch als Orientierungshilfe dienen. Es berücksichtigt Anforderungsprofile auf den folgenden Stufen: Eidgenössisches Berufsattest (EBA), Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) und Höhere Fachschule (HF). Die dargelegten Anforderungsprofile entsprechen dem jeweiligen Ausbildungsniveau.

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Personalmix

Teams möglichst vorteilhaft zusammenzustellen

Die Bildungssystematik im Gesundheitswesen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. In Pflege und Betreuung sind neue Berufsbilder und Abschlüsse entstanden. Deren Umsetzung löst in Heimen und Institutionen nach wie vor Verunsicherung und viele Fragen aus. Ein Skill- und Grademix Konzept hilft Führungsverantwortlichen, ihre Teams möglichst vorteilhaft zusammenzustellen. Ziel ist, dass sich die Mitarbeitenden einer Institution mit ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Ausbildungen optimal ergänzen. Zum Skill- und Grademix in Pflege und Betreuung haben Expertinnen und Experten inzwischen eine Vielzahl von Instrumenten und Projekten unterschiedlichster Ausprägung entwickelt. Neuere interprofessionelle Ansätze beziehen auch andere Bereiche einer Institution in den Skill- und Grademix ein, so zum Beispiel Hotellerie, Hauswirtschaft und Sozialdienst.

Eine allgemein gültige Formel für den Personalmix in einem Heim gibt es allerdings nicht − auch wenn dies wünschbar und praktisch wäre. Die Institutionen sind zu unterschiedlich. Diversität nimmt auf allen Ebenen zu. Je nach Bewohnerschaft, Betriebsgrösse, Angebot und kantonalen Vorgaben ergeben sich andere Anforderungen an die Zusammensetzung der Teams.

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Definition Skill- und Grademix

Skillmix

Beschreibt die unterschiedlichen (Berufs-) Erfahrungen und individuellen Fähigkeiten der Mitarbeitenden.

Grademix

Beschreibt die unterschiedlichen offiziellen (Zusatz-) Ausbildungen der Mitarbeitenden.

Pflegende Angehörige im Team

Ein Mehrwert für den Arbeitgeber

In der Schweiz übernehmen rund 330‘000 Personen im Erwerbsalter regelmässig Pflege- und Betreuungsaufgaben, wie ein Bericht des Bundesrats Ende 2014 aufzeigte. Nach wie vor leisten mehrheitlich Frauen diese gesellschaftlich wertvolle, unbezahlte Care-Arbeit. Sie unterstützen ihre betagten Eltern emotional und psychisch, kümmern sich um Soziales und das Geld, organisieren Hilfe, übernehmen Transporte und Aufgaben im Haushalt und erbringen eigentliche Pflege. Mit der Alterung der Bevölkerung und mehr pflegebedürftigen Menschen wird sich das Thema weiter akzentuieren.

Gerade Betriebe der Sozial- und Gesundheitsbranche mit ihrer mehrheitlich weiblichen Beschäftigtenstruktur sehen sich mit dem Thema konfrontiert. Denn wer in der Pflege und Betreuung tätig ist, trägt berufsbedingt bereits grosse emotionale und körperliche Belastungen – neben allen positiven Seiten der Arbeit. Kommt zusätzlich noch die private Pflege eines Angehörigen dazu, ist die Belastungsgrenze rasch erreicht.

Erwerbstätige mit Betreuungsaufgaben decken mehrere Rollen ab und versuchen, den beruflichen und familiären Verpflichtungen so gut wie möglich gerecht zu werden. Viele Betriebe gehen davon aus, dass es Privatsache der Mitarbeitenden sei, die Vereinbarkeit von Betreuungs-, Pflege- und Berufsarbeit zu organisieren. Doch das stimmt so nicht. Es liegt im ureigenen Interesse des Arbeitgebers, die Mitarbeitenden dabei zu unterstützen. Strategien zur Unterstützung pflegender Angehöriger unter den Mitarbeitenden beugen Burn-out vor und helfen, Absenzen in den Teams zu vermeiden. Der Arbeitgeber kann beweisen, dass er soziale Verantwortung übernimmt, und bleibt so – auf einem ausgetrockneten Arbeitsmarkt – für gut qualifizierte Mitarbeitende attraktiv.