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14.03.2019

Swiss eHealth Barometer 2019

EPD als Chance gegen die stagnierende Vernetzung.

Das Swiss eHealth Barometer ist eine jährliche Umfrage bei der Bevölkerung sowie den Gesundheitsfachpersonen. Ziel dieser durch das Institut gfs.bern durchgeführten Umfrage ist die Erfassung der aktuellen Entwicklung im Bereich eHealth in der Schweiz – wobei das elektronische Patientendossier (EPD) einen zentralen Stellenwert einnimmt. Zum sechsten Mal haben auch Pflegeinstitutionen an der Umfrage teilgenommen.

Die Bevölkerungsbefragung verdeutlicht die grosse Bedeutung der so genannten «Generation Y», deren älteste Vertreterinnen und Vertreter heute knapp 40 Jahre alt sind, für den Erfolg neuer digitaler Lösungen und damit auch für das EPD: Während die Vorgängergenerationen sich noch schwer mit der digitalen Durchdringung aller Lebensbereiche tun, scheint die Generation Y die Nutzung digitaler Technologien auch im Gesundheitsbereich voranzutreiben. Ebenso fällt auf, dass die Gruppe der über 65-Jähringen den elektronischen Austausch von Daten zwischen den behandelnden Gesundheitsfachpersonen als sinnvoll einschätzt (68 Prozent).

Dass die Pflegeinstitutionen für die Umsetzung des Bundesgesetzes im Vergleich zu den Spitälern zwei Jahre länger Zeit haben, zeigt sich an mehreren Stellen. So auch anhand der Frage, ob innerhalb der Institution eHealth-Bestrebungen in Gang oder -Strategien vorhanden sind: Während dies bei den Spitälern in gut 80 Prozent der Fälle bejaht wurde, liegt der Prozentsatz bei den Pflegeinstitutionen aktuell bei etwas über 30 Prozent. Erfreulich ist dabei jedoch, dass der Anteil der Pflegeinstitutionen mit eHealth-Bestrebungen oder -Strategien seit letztem Jahr um rund 10 Prozent angestiegen ist. Seit der ersten Befragung 2014 hat sich damit der Anteil mehr als verdoppelt.

Über alle Leistungserbringer deutet sich jedoch eine Stagnation in der Entwicklung der internen und externen Vernetzung (Austausch von Gesundheitsdaten innerhalb der eigenen Organisation und mit anderen Organisationen) an. Dies könnte jedoch auch auf einen verbesserten Wissensstand der Befragten rund um die Datenaufzeichnung und den Datenaustausch hinweisen.

Seitens der Pflegeheime wurde schliesslich wieder ein sehr guter Rücklauf erzielt: knapp 32 Prozent der insgesamt 1400 angeschriebenen Pflegeinstitutionen haben die Umfrage beantwortet. Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für dieses gute Resultat!

Weitere interessante Ergebnisse finden sich in der Medienmitteilung und in den Berichten zum Swiss eHealth Barometer 2019.

Das Swiss eHealth Barometer wird seit 2009 im Rahmen der InfoSocietyDays erstellt. CURAVIVA Schweiz unterstützt die Studie.

>> Medienmitteilung
>> Studienergebnisse

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