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18.12.2017

Parlament entscheidet sich für eine Ausweitung der Meldepflicht

Stärkung des Kinderschutzes.

Beide Räte stimmten am 14. Dezember 2017 dem Antrag der Einigungskonferenz stillschweigend zu, die Meldepflicht auf alle Fachpersonen auszuweiten, die in ihrer beruflichen Tätigkeit in regelmässigem Kontakt mit Kindern sind – unabhängig davon, ob es sich um eine amtliche (z.B. Lehrerin) oder nicht amtliche Funktion (z. B. Kitabetreuer) handelt. Die Gesetzesänderung beinhaltet ebenfalls eine Erleichterung des Melderechts für Personen, die einem Berufsgeheimnis unterstehen.

CURAVIVA Schweiz begrüsst den Entscheid. Der Schutz von Kleinkindern, die selten mit amtlichen Personen in Kontakt kommen, wird nun wesentlich verbessert. In seiner Stellungnahme zum Vorentwurf hatte sich der nationale Dachverband für dieses Anliegen eingesetzt. Auch seine Anregungen bezüglich Regelung von Meldepflicht und Melderechten wurden in den Gesetzesentwurf aufgenommen.

Der Dachverband wies damals darauf hin, dass ein wichtiger Teil der Umsetzung bei den Fachpersonen liegen wird. Sie müssen hinreichend informiert und ausgebildet werden, um die Gefährdung von Kindeswohl zu erkennen. Ebenfalls müssen sie abschätzen können, ob sie die erkannte Risiko- oder Gefährdungssituation im Rahmen ihres Auftrages selbst entschärfen können oder ob die Einleitung weiterer Schritte erforderlich ist.

Die Stiftung Kinderschutz Schweiz wird die Umsetzung der neugeregelten Melderechte- und -pflichten begleiten und hat dazu bereits verschiedene Informationen und Leitfäden zur Unterstützung bei der Früherkennung veröffentlicht.

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