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07.11.2017

Nationales Forschungsprogramm 74 «Gesundheitsversorgung»

Chronische Krankheiten rücken in den Fokus – Heime und Institutionen stehen vor Herausforderungen.

Das Schweizer Gesundheitswesen ist stark auf akute Krankheiten und deren Institutionen ausgerichtet. Allerdings fallen rund 80 Prozent der Versorgung und damit auch der Kosten auf chronische Krankheiten (Quelle: Schlussbericht «Die Kosten der nichtübertragbaren Krankheiten in der Schweiz». ZHAW, UZH, Polynomics im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit). Deren Behandlung und die Betreuung der Betroffenen finden zu einem grossen Teil beim Hausarzt sowie in Heimen und Pflegeinstitutionen statt. Mit der immer älter werdenden Bevölkerung nimmt die Wichtigkeit der chronischen Erkrankungen zudem weiter zu.

Das Schweizer Gesundheitssystem muss den Blick öffnen und die Gesundheitsversorgung stärken. Das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 74 soll dies in Bewegung bringen, dabei stehen Prävention und die Behandlung von chronisch kranken Menschen im Zentrum. CURAVIVA Schweiz strebt hierbei an, eine aktive Rolle hinsichtlich der Prüfung der Praxisrelevanz von einzelnen Projekten wie auch beim Wissenstransfer einzunehmen.

Die drei Ziele des NFP 74 – und ganz wichtig: Praxisorientierung

• Erkenntnisse gewinnen, wie sich die Struktur der Gesundheitsversorgung und der Zugang dazu verbessern lässt – und damit die Gesundheit der Patientinnen und Patienten,

• längerfristig die Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Verknüpfung von Gesundheitsdaten optimieren sowie

• zum Aufbau einer starken Forschungsgemeinschaft beitragen, die weltweit führende Versorgungsforschung betreibt.

Zentral ist – wie bei allen NFP – die Ausrichtung auf praxistaugliche Ergebnisse. Deshalb wird das gewonnene Wissen der aktuell 29 Forschungsprojekte den Gesundheitsfachpersonen, die in Interaktion mit den Patientinnen und Patienten stehen, wie auch Entscheidungsträgerinnen und -trägern auf Ebene der Politik und der Gesundheitsinstitutionen durch das Programm zugänglich gemacht.

Zum Austausch lädt im Frühjahr 2018 (12./13. April) die international angelegte, hochkarätig besetzte Wennberg-Konferenz in Zürich ein. Der Fokus liegt auf dem Schweizer Versorgungssystem und seinen regionalen Unterschieden.

Weitere Informationen

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