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20.10.2017

Finanzierung des betreuten Wohnens und der Mietzinse durch die EL

Ein erster Erfolg nach langjährigem Einsatz von CURAVIVA Schweiz.

Am 20. Oktober 2017 stellte die Sozialkommission des Nationalrates (SGK-N) den Antrag, das betreute Wohnen im Alter bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen (EL) besser zu berücksichtigen. Ihr erklärtes Ziel ist es, den Aufenthalt in einer barrierefreien Wohnung mit möglicher Inanspruchnahme von Betreuung rund um die Uhr zu begünstigen – als Alternative zum Eintritt von nur leicht unterstützungsbedürftigen Menschen in eine stationäre Pflegeinstitution.

Gemäss der Kommission sollen Personen, die Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades haben, bei der Berechnung der EL für das betreute Wohnen einen Mietzinszuschlag von bis zu 15‘000 Franken im Jahr für sich beanspruchen können. Für Ehepaare soll der Zuschlag bis zu 22‘500 Franken betragen. Eine Minderheit der Kommission möchte jedoch andere Modelle prüfen. So oder so sollen die Kostenfolgen durch die Kommission noch genauer berechnet werden.

Das ist ein erfreuliches Zwischenergebnis zugunsten des betreuten Wohnens, das CURAVIVA Schweiz und senesuisse schon längere Zeit anstreben: Bereits in einer gemeinsamen Stellungnahme vom Mai 2014 schlugen sie ein ähnliches Modell auf.

In Anlehnung an sein «Wohn- und Pflegemodell 2030» ist CURAVIVA Schweiz daran, eine moderne und fachlich fundierte Definition des betreuten Wohnens sowie entsprechende Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Die Diskussion rund um das betreute Wohnen ist also erst im Aufbau begriffen.

Parallel dazu befürwortet die Kommission eine allgemeine Erhöhung der Mietbeiträge für EL-Beziehende: 1‘210 bis 1‘370 Franken statt aktuell 1‘100 Franken pro Monat für eine alleinlebende Person. Auch diese Massnahme hatten CURAVIVA Schweiz und senesuisse bereits im Mai 2014 angeregt.

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