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18.09.2018

Ein wichtiger Schritt – das Programm «Selbstbestimmtes Leben»

Das vom EBGB lancierte Mehrjahresprogramm stärkt Selbstbestimmung und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung.

Anfang September 2018 hat das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) das erste Mehrjahresprogramm präsentiert, das im Rahmen der verstärkten Behindertenpolitik von Bund und Kantonen erarbeitet wurde. Es ist dem Thema «Selbstbestimmtes Leben» gewidmet und will dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderung

  • die Möglichkeit haben, ihre Tagesstruktur frei zu wählen
  • Wohnort und Wohnform selber bestimmen können
  • dank spezifischer Unterstützungsangebote möglichst selbständig leben
  • einen verbesserten Zugang zu Dienstleistungen und Einrichtungen erhalten
  • bei behördlichen und institutionellen Entscheiden einbezogen werden.

Mit vereinten Kräften für die Rechte behinderter Menschen

CURAVIVA Schweiz, INSOS Schweiz und der vahs Schweiz (Verband für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie) begrüssen das Mehrjahresprogramm 2018–2021 ausdrücklich. Selbstbestimmung ist für Menschen mit Behinderung ein zentrales Thema, für das sich die drei Verbände seit Jahren einsetzen. Es ist deshalb vorgesehen, dass CURAVIVA Schweiz, INSOS Schweiz und der vahs Schweiz ihre Expertise in das Programm einbringen und an ausgewählten Projekten mitarbeiten. Solche Kooperationen von Bund, Kantonen und Verbänden sind eine wichtige Voraussetzung, damit die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) im Bereich der institutionellen Dienstleistungen Wirkung entfaltet.

Nationaler Aktionsplan für die institutionelle Umsetzung der UN-BRK

Bereits im Herbst 2017 haben CURAVIVA Schweiz, INSOS Schweiz und der vahs Schweiz eine Arbeitsgruppe gegründet, um die Umsetzung der UN-BRK voranzutreiben. Die Arbeitsgruppe erstellt einen nationalen Aktionsplan der den Institutionen Handlungsfelder, Ziele und konkrete Umsetzungsmassnahmen aufzeigt. Begleitet wird das Projekt von Menschen mit Behinderung, die ihre Erfahrungen einfliessen lassen. Mitgliederinstitutionen können sich ebenfalls beteiligen und Best-Practice-Beispiele einreichen. Der nationale Aktionsplan wird vom EBGB unterstützt.

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