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25.01.2019

EFAS: SGK-N auf richtigem Kurs

Einheitliche Finanzierung ambulant und stationär in der Langzeitpflege.

In ihrer Sitzung vom 24./25. Januar 2019 hat die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) das von ihr angestossene Projekt einer einheitlichen Finanzierung der ambulanten und stationären Behandlungen (EFAS) diskutiert. Gemäss diesem Gesetzesentwurf sollen alle ambulanten und stationären Behandlungen mit Ausnahme der Langzeitpflege aus einer Hand vergütet werden. Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) unterstützt ihrerseits die einheitliche Finanzierung, verlangt jedoch die Ausdehnung auf die Langzeitpflege. Die SGK-N hat nun am 24./25. Januar ein Postulat angenommen, welches die Prüfung eines Einbezugs der Langzeitpflege in die EFAS vorsieht.

Wie in seiner Stellungnahme zum EFAS-Vorentwurf im September 2018 deklariert, begrüsst CURAVIVA Schweiz eine einheitliche Finanzierung. Die Forderung der GDK, dass eine einheitliche Finanzierung auch für die Langzeitpflege eingeführt werden soll, ist auch aus Sicht von CURAVIVA Schweiz ein sehr wichtiges Anliegen.

Für ein solches Vorhaben müssen aber zuerst die richtigen Ziele festgelegt und die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Deswegen ist es sehr zu begrüssen, dass die SGK-N ein entsprechendes Postulat gutgeheissen hat, das ausdrücklich eine Konsultation der GDK und der Verbände der Leistungserbringer und Versicherer vorsieht. Weiter bewertet CURAVIVA Schweiz auch positiv, dass das Postulat die Herstellung von Grundlagen zu folgenden Punkten verlangt: Kostentransparenz, Stabilisierung der Anteile der verschiedenen Kostenträger an der Pflegefinanzierung, Harmonisierung der Vergütungsregeln von ambulant und stationär, sowie einheitliche Definition der Pflegeleistungen und der Pflegestufen ambulant und stationär, sowie der Schaffung eines nationalen Gremiums für Tarifstrukturfragen in der Pflegefinanzierung.

Angesichts der komplexen Zusammenhänge, die geprüft werden müssen, mahnt CURAVIVA Schweiz bezüglich dem Einbezug der Langzeitpflege zur Sorgfalt. Die unterschiedlichen Interessen, die auf dem Spiel stehen, müssen angemessen berücksichtigt werden. Die SGK-N hat dieses Anliegen aufgenommen. 

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