Jahresbericht 2020 - Media Corner - Jahresbericht 2020

Jahresbericht

CURAVIVA Schweiz im Jahr 2020

Pflegeinstitutionen und soziale Einrichtungen sahen sich 2020 mit einer äusserst komplexen und höchst anspruchsvollen Herausforderung konfrontiert – dem Coronavirus. Die Institutionen standen zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit und so auch CURAVIVA Schweiz. Das Berichtsjahr war für den nationalen Branchenverband geprägt von einem engen Austausch mit Institutionen, Partnern und Behörden sowie einer vertieften Reflexion zu Würde, Selbstbestimmung und Lebensqualität für Menschen mit Unterstützungsbedarf in Zeiten von COVID-19.

Parallel dazu, jedoch mit verlangsamtem Tempo, wurden zusammen mit INSOS Schweiz die Arbeiten an einer gemeinsamen Föderation vorangetrieben. Die Delegierten von CURAVIVA Schweiz und INSOS Schweiz fällten im Rahmen ihrer ausserordentlichen Versammlungen wichtige Zwischenentscheide zur Organisation sowie zum Auftritt der gemeinsamen Föderation ARTISET und ihrer Branchenverbände CURAVIVA, INSOS und YOUVITA.

Interview mit
Laurent Wehrli | Präsident CURAVIVA Schweiz
Daniel Höchli | Direktor CURAVIVA Schweiz

Moderation
Elisabeth Seifert | Chefredakteurin Fachzeitschrift Curaviva

CURAVIVA Schweiz für Würde und Lebensqualität.

Menschen im Alter

Alters- und Pflegeinstitutionen waren von der COVID-19-Pandemie besonders stark betroffen. Im Berichtsjahr 2020 setzte sich der Fachbereich Menschen im Alter konstant dafür ein, die Institutionsleitenden und ihre Mitarbeitenden bei betrieblichen und fachlichen Fragestellungen zu unterstützen und bei Bedarf die notwendigen Klärungen auf Behördenebene zu treffen. Nebst der Facharbeit wirkte der Bereich mit zahlreichen Interviews und Gastbeiträgen in Fach- und Publikumsmedien – im Zentrum stand dabei oft die Wahrung von Würde und Lebensqualität für Bewohnende in Zeiten von Coronavirus. Zudem befasste sich der Fachbereich mit Projektarbeiten in den Handlungsfeldern des Leistungsvertrags mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), entwickelte die «Vision Wohnen im Alter» und unterstützte durch gesundheitsökonomischen Fachinput die Lobbyarbeit des Verbandes auf Bundesebene.

Fachbereich Menschen im Alter

Kinder und Jugendliche

Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus in Kinder- und Jugendinstitutionen sowie die Weiterentwicklung des Fachbereichs Kinder und Jugendliche zu einem Branchenverband im Rahmen des Föderationsprojekts von CURAVIVA Schweiz und INSOS Schweiz haben das Jahr 2020 geprägt. Die Facharbeit fokussierte zusätzlich auf Themen der Prävention von grenzüberschreitendem Verhalten, der Online-Kommunikation und des Cybermobbings, Einblicke in Institutionen via Blog herheimspaziert.ch und die Konzeption einer Langzeitstudie zur Fremdplatzierung. Für die Zeit nach der stationären Betreuung engagierte sich das Kompetenzzentrum Leaving Care.

Fachbereich Kinder und Jugendliche

Menschen mit Behinderung

Nach Ausbruch der Pandemie wirkte der Fachbereich Menschen für Behinderung von CURAVIVA Schweiz umgehend an den Arbeiten des Gesamtverbands zur Information und Unterstützung der Mitgliederinstitutionen mit. Ebenfalls wurden bereichsspezifische Projekte vorangetrieben: eine Themenbox zu «Alter und Behinderung», die Umsetzung des Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die Weiterentwicklung von betriebswirtschaftlichen Instrumenten sowie Veranstaltungen zu wichtigen Fachthemen via Zoom. Der Fachbereich arbeitete im Berichtsjahr auch gemeinsam mit INSOS Schweiz an den Grundlagen des Branchenverbands INSOS im Rahmen der zukünftigen Föderation und vertiefte die thematische Zusammenarbeit im Alltagsgeschäft.

Fachbereich Menschen mit Behinderung

CURAVIVA Schweiz für Erfolge und Transparenz.

Für Perspektive.

Bildung

Der Geschäftsbereich Bildung war im Jahr 2020 besonders gefordert durch die verordneten Schutzmassnahmen aufgrund des Coronavirus. Die Höheren Fachschulen und CURAVIVA Weiterbildung stellten in kürzester Zeit auf E-Learning und digitalen Unterricht um. Auch die erste Diplomfeier der Gemeindeanimateurinnen und -animateure wurde in kleinerem Rahmen als ursprünglich geplant abgehalten – was der Freude allerdings keinen Abbruch tat. Die Bildung beschäftigte sich im Berichtsjahr überdies mit revisierten Bildungsgrundlagen der Fachpersonen Betreuung (FaBe) und dem Berufsfeld der Aktivierung im täglichen Leben.

Geschäftsbereich Bildung

Für Erfolge.

Dienstleistungen

Die Corona-Pandemie hat den Alltag der Institutionen und das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner auf den Kopf gestellt. Das spürte im Berichtsjahr 2020 auch der Geschäftsbereich Dienstleistungen und er legte den Fokus auf die veränderten Rahmenbedingungen und situationsbedingten Bedürfnisse der Institutionen. Sie wurden mit bedarfsgerechten Angeboten und kompetenter Beratung unterstützt – flexibel und lösungsorientiert.

Geschäftsbereich Dienstleistungen

Für Transparenz.

Kommunikation

Der Geschäftsbereich Kommunikation richtete im Jahr 2020 seine Aktivitäten stark auf die COVID-19-Krise aus. Die höchst anspruchsvolle Situation der Institutionen während der ersten Welle und – nach einer kurzen Verschnaufpause im Sommer – der zweiten Welle schlug sich in den Verbandsaktivitäten und entsprechendem Kommunikationsbedarf nieder. Die Pandemie-massnahmen des Bundesrates und der Kantone führten seitens Verband zu einem konstant hohen Klärungsbedarf der Auswirkungen auf institutioneller Ebene. Die Informationen dazu wurden den Mitgliedern zeitnah zur Verfügung gestellt.

Geschäftsbereich Kommunikation

Bildkonzept: Aufgrund der Schutzmassnahmen vor dem Coronavirus blieb das Bedürfnis nach sozialen Kontakten 2020 oftmals unerfüllt. Die Bebilderung des Jahresberichts spiegelt den Wunsch nach Nähe zu Angehörigen und Freunden und betont deren Wichtigkeit für eine hohe Lebensqualität – insbesondere für Menschen mit Unterstützungsbedarf. CURAVIVA Schweiz und seine Mitglieder engagierten sich im Jahr 2020 unter höchst anspruchsvollen Bedingungen für eine würdevolle Pflege, Betreuung und Begleitung der Bewohnenden bei gleichzeitigem Schutz vor einer Ansteckung.