Jahresbericht 2020 - Media Corner - Jahresbericht 2020 - Menschen mit Behinderung

Schutz und Teilhabe

Menschen mit Behinderung

Nach Ausbruch der Pandemie wirkte der Fachbereich Menschen für Behinderung von CURAVIVA Schweiz umgehend an den Arbeiten des Gesamtverbands zur Information und Unterstützung der Mitgliederinstitutionen mit. Ebenfalls wurden bereichsspezifische Projekte vorangetrieben: eine Themenbox zu «Alter und Behinderung», die Umsetzung des Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die Weiterentwicklung von betriebswirtschaftlichen Instrumenten sowie Veranstaltungen zu wichtigen Fachthemen via Zoom. Der Fachbereich arbeitete im Berichtsjahr auch gemeinsam mit INSOS Schweiz an den Grundlagen des Branchenverbands INSOS im Rahmen der zukünftigen Föderation und vertiefte die thematische Zusammenarbeit im Alltagsgeschäft.

Interessensvertretung und Facharbeit

Das Themenfeld Alter und Behinderung lanciert.

Im Berichtsjahr wurde ein neues Online-Angebot zur Unterstützung von Fachkräften, Angehörigen und Selbstbetroffenen zum Thema «Alter und Behinderung» lanciert. Durch die Themenbox soll eine gerontologische Wissenslücke über Menschen mit lebensbegleitender Behinderung im Alter geschlossen werden. Verschiedene Hilfsmittel zu fünf Themenbereichen bieten Interessierten Fachinformationen, Praxisbeispiele und Anregungen: Grundlagen, gesundheitliche Probleme, Begleitung, Lebensräume und Organisation.

Zur Themenbox «Alter und Behinderung»

Zwei Handlungsfelder des Aktionsplans UN-BRK thematisiert.

Im Jahr 2020 wurden zwei Projekte des Aktionsplans UN-BRK in Angriff genommen, die durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (EBGB) unterstützt werden: «Wohnen mit Vielfalt» fördert den inklusiven und sozialraumnahen Wohnraum für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Auf Basis von Praxisbeispielen und unter Berücksichtigung des Unterstützungsbedarfs wird ein Instrument mit nützlichen Handlungsweisungen erarbeitet. Das Projekt «Gemeinsam» widmet sich der Adaptierung der «10 Schritte für psychische Gesundheit» des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz (NPG) auf die Lebensrealität von Menschen mit Komplexer Behinderung. Im Rahmen eines ersten Workshops wurden die beiden Schritte «Freundschaften pflegen» und «Sich beteiligen» behandelt. Der inklusive Charakter der UN-BRK-Projekte nimmt sichtbaren Einfluss auf die gesamte Verbandsarbeit.

Zum Aktionsplan UN-BRK

Das Angebot zu den Betriebswirtschaftlichen Instrumenten erweitert.

Im Berichtsjahr wurden der Kontenrahmen sowie die Kosten- und Leistungsrechnung für soziale Einrichtungen nach IVSE (Interkantonale Vereinbarung für soziale Einrichtungen) komplett überarbeitet. Tätig war eine Projektgruppe bestehend aus Vertretenden von Institutionen und aller IVSE-Regionen. Die Weiterentwicklung der bestehenden Instrumente deckt die heutigen Bedürfnisse der Institutionen und der finanzierenden kantonalen Behörden ab. Ausserdem schaffen die Instrumente Grundlagen für ein Minimum an Vergleichbarkeit. Nach einer breiten Vernehmlassung und der Einarbeitung der dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden die neuen Instrumente im November 2020 zur Verfügung gestellt.

Zu den Betriebswirtschaftlichen Instrumenten

ImpulZe zur Pflege nach KVG in sozialen Institutionen gesetzt.

Die Pflege gewinnt in Institutionen für Menschen mit Behinderung aus fachlicher und finanzieller Perspektive zunehmend an Gewicht. Im Herbst 2020 lancierte der Fachbereich deshalb die ImpulZ-Reihe «Pflege nach KVG in sozialen Institutionen». Diese umfasste mehrere 60- bis 90-minütige Zoom-Veranstaltungen. An jedem ImpulZ wurde ein bestimmter Aspekt der Pflege nach KVG kompetent beleuchtet. Im Berichtsjahr standen ein rechtlicher Überblick, die Pflegebedarfserfassungsinstrumente und Erfahrungen von Institutionen mit Spitex- oder Pflegeheimanerkennung im Fokus. Alle Referate können kostenlos auf Youtube nachgeschaut werden. Die ImpulZ-Reihe wird weitergeführt.

Zur ImpulZ-Reihe

Ausblick

Im Jahr 2021 wird der Fachbereich Menschen mit Behinderung mit Vorbereitungen für den Start der Föderation ARTISET und einer gelingenden Zusammenführung des Fachbereichs mit INSOS Schweiz per 2022 beschäftigt sein. Die laufenden Projekte werden weitergeführt und wichtige Themen in die neue Organisation eingebettet. Zu erwähnen sind dabei insbesondere das Projekt «Stakeholder-orientiertes Reporting», welches die Entwicklung eines ganzheitlichen Kenn- und Vergleichsgrössensystems vorantreibt, und die vielfältigen Projekte zu den Themen Wohnen, interprofessionelle Zusammenarbeit, Sozialraum, Personenzentrierung und medizinische Versorgung im Bereich Alter und Behinderung, die Teil des BSV-Leistungsvertrags bilden.

Fachbereich Menschen mit Behinderung

Rolf Müller Vorsitzender Fachkonferenz Menschen mit Behinderung

bis 30. Juni 2020  

Franco Hübner Vorsitzender Fachkonferenz Menschen mit Behinderung

seit 1. Juli 2020 

Christina Affentranger Weber Leiterin Fachbereich Menschen mit Behinderung

bis 31. Juli 2020 

Cornelia Rumo Wettstein Leiterin Fachbereich Menschen mit Behinderung

ad interim seit 1. August 2020