Das Wohn- und Pflegemodell 2030 von CURAVIVA Schweiz - Im Fokus - Das Wohn- und Pflegemodell 2030

Das Wohn- und Pflegemodell 2030 von CURAVIVA Schweiz

Die Zukunft der Alterspflege.

Die demografische Alterung und die steigende Anzahl pflegebedürftiger Menschen, der selbstbestimmte Lebensstil der älter werdenden Babyboomer-Generation, die Entwicklung neuer Wohnformen und der zunehmende Trend von integrierten Angeboten zwischen ambulanten und stationären Dienstleistungsanbietern fragen nach neuen und ganzheitlichen Lösungen in der Alterspflege.

Im Sinne einer zukunftsorientierten Vision hat der nationale Branchenverband CURAVIVA Schweiz deshalb das Wohn- und Pflegemodell 2030 für ältere Menschen (80+) entwickelt. Das Modell ist eine Vision darüber, wie selbstbestimmtes Leben von älteren Menschen trotz Pflegebedürftigkeit in der von ihnen bevorzugten Wohnumgebung in Zukunft ermöglicht werden soll. In diesem Modell verstehen sich die Alterspflege-Institutionen als dezentralisierte und sozialraumorientierte Dienstleistungsunternehmen, die älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der von ihnen bevorzugten Wohnumgebung ermöglichen. Hierbei wird der ältere Mensch mit seinem gesamten sozialen Beziehungsnetz «mitten im Leben» bleiben und bedarfsgerecht die individuell notwenigen Dienstleistungen beziehen können.

Folgeprojekte

Mit Fokus auf das Wohn- und Pflegemodell 2030 hat CURAVIVA Schweiz verschiedene Folgeprojekte durchgeführt, die mit Pilotprojekten in der Praxis umgesetzt werden:

Kostenwirkung des Wohn- und Pflegemodells 2030 

Mit dem Wohn- und Pflegemodell 2030 schlägt CURAVIVA Schweiz den Übergang zu einem integrierten Versorgungskonzept «stationär und ambulant» vor, bei dem nicht mehr die Fehlanreize der heutigen Finanzierungsformen, sondern der Pflegebedarf der Kunden das zentrale Instrument für die Zuteilung zu einer Pflegeform darstellt. CURAVIVA Schweiz hat deshalb Polynomics AG beauftragt, die Kostenwirkungen des Wohn- und Pflegemodells 2030 gegenüber der heutigen Versorgungsstruktur zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass mit dem Pflegemodell 2030 ein erhebliches Kosteneinsparungspotenzial besteht. Fallen die Fehlanreize der heutigen Finanzierungsformen weg und wird die Pflege vermehrt durch das betreute Wohnen bereitgestellt, kann im Pflegemodell bis zu acht Prozent der heutigen Pflegekosten eingespart werden. Kontakt für weitere Informationen: Markus Leser

Projektziele

  • Einordnung des Wohn- und Pflegemodells 2030 in den nationalen und internationalen Kontext
  • Systematisierung der zentralen Elemente eines durchgehenden Pflegeprozesses
  • Berechnung der Kostenwirkungen des Curaviva-Modells im Vergleich zur heutigen Versorgungsstruktur

Projektresultate

Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitszentrum

Im Wohn- und Pflegemodell 2030 von CURAVIVA Schweiz wird aus der klassischen Pflegeinstitution ein «Gesundheitszentrum» im angestammten Lebensraum des älteren Menschen. Dort angesiedelt sind diverse Anbieter aus dem medizinisch-therapeutischen Leistungsumfeld, wie z.B. Ärzte oder Apotheken, aber auch weitere therapeutische Angebote und andere Dienstleistungen. Im Rahmen des Projekts wurden eine Literaturrecherche und Interviews mit bestehenden Gesundheitszentren durchgeführt. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe hat das Modell «Gesundheitszentrum» sowie einen Projekt- und Businessplan für das Gesundheitszentrum erarbeitet. Interessierten Institutionen bieten diese Grundlagen Hilfestellungen für eigenen Strategie- und Umsetzungsprojekte. Kontakt für weitere Informationen: Michael Kirschner

Projektziele

  • Wie kann das «Gesundheitszentrum» konkret ausgestaltet werden und wie lässt sich eine interprofessionelle Zusammenarbeit erreichen
  • Wie kann im «Gesundheitszentrum» die künftige medizinisch-therapeutische Grundversorgung im gesamten Sozial- und Lebensraum der älteren Menschen sichergestellt werden
  • Grundlagen für ein Pilotprojekt zur Umsetzung des «Gesundheitszentrums» erstellen

Projektresultate 

Technologiekonzept 

Die Gestaltung und der Betrieb von Strukturen und Prozessen der sozialraumorientierten und integrierten Versorgung können durch neue technologischen Lösungen unterstützt werden. Mit dem Projekt «Technikkonzept für das Wohn- und Pflegemodell 2030» wurde der Blick gezielt auf die Frage gerichtet, wie neue Technologien im Versorgungssetting der Zukunft eingesetzt werden können.

Das Technologiekonzept wurde im Auftrag von CURAVIVA Schweiz vom Forschungszentrum für Informatik in Karlsruhe erstellt. Die Ergebnisse basieren zu einem erheblichen Teil auf Informationen, welche im Rahmen von Interviews und Workshops mit Bewohnenden und ihren Angehörigen, Mitarbeitenden unterschiedlicher Professionen sowie Leitungspersonen aus exemplarischen Schweizer Institutionen für Menschen mit Unterstützungsbedarf gesammelt werden konnten.