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06.11.2017

Fachzeitschrift November 2017: Wie sterben?

In der November-Ausgabe setzen wir uns mit einer Frage auseinander, die viele gerne vor sich herschieben: Wie geht gutes Sterben? So, wie es die meisten wünschen, nämlich zu Hause und nachts im eigenen Bett, sterben heute nur noch die allerwenigsten. Heute ist Sterben schon fast eine Kunst, und Fachleute sind sich einig: Es lohnt sich, frühzeitig darüber nachzudenken.

Sterbeforscher Heinz Rüegger hat das im Interview schön formuliert: «Je mehr man sich mit Sterben und Tod auseinandersetzt, umso kostbarer wird das Leben in seiner Vielfältigkeit.» Vor allem in der heutigen Zeit, in der die Medizin das Leben verlängern, aber nicht unbedingt verbessern kann, werden Fragen nach den eigenen Wünschen immer wichtiger. Auch Institutionen müssen sich damit auseinandersetzen, wie sie ihre Bewohnerinnen und Bewohner im Sterben begleiten: Mit Palliative Care beispielsweise, oder mit Hilfe von seelsorgerischer Unterstützung. Sie müssen sich aber auch der Frage nach assistiertem Suizid stellen und überlegen, ob sie diesen zulassen oder nicht. Denn immer mehr Menschen möchten sich diese Option offenhalten, falls Schmerzen und Leiden überhandnehmen. Dadurch ist die Sterbehilfeorganisation Exit in den 35 Jahren seit ihrer Gründung rasant angewachsen.

Ob Heime Exit zulassen oder nicht, soll ihnen laut Markus Leser, Leiter des Fachbereichs Menschen im Alter von Curaviva Schweiz, jedoch selbst überlassen bleiben. Eine Alternative zum begleiteten Suizid können Sterbehospize sein, in denen die Sterbenden vor allem Zeit und viel Zuwendung erhalten. Allerdings gibt es noch zu wenige Hospize in der Schweiz. Dafür neuerdings Café Mortels, Veranstaltungen, an denen sich Menschen treffen, um über das Sterben zu sprechen. Sie sind eine gute Methode, um der Angst vor dem Sterben zu begegnen und sich Gedanken über gutes Sterben zu machen.

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre und besinnliche Novembertage!

Ihr Redaktionsteam

E-Paper

Ausgabe 11 | 2017 (online ab Februar 2018)

Inhalt

Wie sterben?

«Wir entscheiden»
Wann wir sterben, ist heute in vielen Fällen nicht mehr Schicksal, sondern die Folge unserer Entscheide. Der Sterbeforscher Heinz Rüegger über das Sterben heute.        

Sterbeort Pflegeheim
Der Tod gehört zum Pflegeheim. Doch in den verschiedenen Heimen wird ganz unterschiedlich gestorben.          

Heimseelsorge
Die Seelsorge ist im Heim eine wichtige Ergänzung zu Pflege und Betreuung. Der Tag einer Heimseelsorgerin.    

Die Sterbehilfe-Organisation Exit
Als sie 1982 gegründet wurde, ahnte niemand, welche gesellschaftliche Wirkung die Sterbehilfe-Organisation Exit haben würde.           

Angehörige und Freitod
Menschen, die freiwillig sterben, möchten oft die Familie dabei haben. Ist ihr das zuzumuten? Ein Erfahrungsbericht.            

«Heime sollen selbst entscheiden»
Markus Leser von Curaviva Schweiz zur Frage, ob Pflegeheime den assistierten Freitod zulassen sollen oder nicht.             

Ein Ort zum Sterben
Das Hospiz Aargau in Brugg ist eine der wenigen Einrichtungen
in der Schweiz, wo Menschen in Ruhe und betreut sterben können. 

Über den Tod plaudern
Im «Café mortel» reden die Menschen über das Sterben und den Tod. Dabei geht es ganz lebendig zu und her.   

 

Management

Kooperation mit Mehrwert
Die Stiftung Schmelzi und die Sunnenpark Grenchen AG arbeiten
im Wäschereibereich erfolgreich zusammen. 

Umweltfreundlichkeit lohnt sich
Curaviva Schweiz ist Partner der gemeinnützigen Stiftung
Myclimate.

 

Film

Sterbehilfe aIs Komödie
Ein ernstes Thema leicht präsentiert: Rolf Lyssys neuer Film
«Die letzte Pointe».   

 

Journal

Kolumne von Monika Weder

Kurznachrichten                 

Stelleninserate    

 

 

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