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04.05.2017

Fachzeitschrift Mai 2017: Behindertenrechte

In der Mai-Ausgabe werfen wir einen Blick auf die drei Jahre, die vergangen sind, seit die Schweiz als eines der letzten Länder die Uno-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat: Was hat sich in dieser Zeit getan? Und: Wo stehen wir heute auch apropos Behindertengleichstellungsgesetz, das ja schon zehn Jahre früher in Kraft getreten war?

Diverse Gespräche mit Expertinnen und Experten zeigen: Inklusion ist oft noch immer ein schöner Wunsch. Denn zur wahren Inklusion genügen nicht ein paar rollstuhlgerechte Rampen oder einzelne behindertenfreundliche Freizeitangebote, sondern es braucht eine behindertengerechte Alltagskultur. Kurz: Einen Wandel in der Gesellschaft. Damit Menschen wie Daniel Herzig trotz Cerebralparese ernst genommen werden. Damit Menschen wie Nils Jent, Professor für Arbeitsvielfalt und selber blind, gelähmt und sprechbehindert, nicht immer erklären müssen, dass körperliche Handicaps nicht gleichzusetzen sind mit verminderter Intelligenz.

Echte Inklusion findet erst dann statt, wenn Autonomie, Selbstbestimmung und Teilhabe am «normalen» Leben auch für Menschen mit Behinderung selbstverständlich werden. Bisher konnte die Uno-BRK das noch nicht bewirken. Aber sie hilft, das Denken zu verändern, und führt damit zumindest auf den richtigen Weg: In verschiedenen Kantonen sind Bemühungen im Gang, um Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmten Leben zu verhelfen. Im Kanton Zürich beispielsweise wurde just eine entsprechende Motion eingereicht.

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Ausgabe 5 | 2017

Inhalt

Behindertenrechte

«Es braucht eine Alltagskultur der Menschenrechte»
Gesetze und Vorschriften seien wichtig. Aber es brauche auch
eine behindertenfreundliche Alltagskultur – sagt Gülcan Akkaya, Spezialistin für Behindertenrechte.    
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Das zweite Leben
Nils Jent ist seit einem Motorradunfall blind und gelähmt.
Und er ist Professor an der Hochschule St. Gallen.        
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Eine Stadt für Behinderte
Die Schweizer Städte bemühen sich um Behindertengerechtigkeit.
Zu oft noch empfindet man es aber als lästige Pflicht.    
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Der Science-Fiction-Spezialist
Daniel Herzig lebt seit Geburt mit einer cerebralen Bewegungs-störung. Dass er deswegen als Science-Fiction-Autor nicht ernst genommen wird, kränkt ihn – und hat ihn kämpferisch gemacht.
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Lebenslange Palliative Care
Menschen mit schwersten Behinderungen können nicht autonom ihr Leben leben. Eine gute Palliative Care respektiert ihre Bedürfnisse.
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Eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt
Luan Trolli hat gefunden, worauf viele Menschen mit Beein-trächtigung hoffen: Einen attraktiven Job in einer KMU-Firma.     
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Eigene Vorstellungen verwirklichen
Im Arbeits- und Wohnzentrum Kleindöttingen lernen Menschen
mit Beeinträchtigungen, ihr Leben selbstbestimmt zu leben.        
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Barrierefreies Bauen
Gesetze und Vorschriften verpflichten Bauherren, behinderten-gerecht zu bauen. In der Praxis müssen immer wieder Kompromisse gefunden werden.            
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Kinder & Jugendliche

Vom Heimkind zum Heimleiter

Der langjährige Heimleiter und Integras-Präsident Sergio Devecchi war selbst ein Heimkind. Jetzt hat er seine Lebenserinnerungen aufgeschrieben und macht sich Gedanken zur Sozialpädagogik.  
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Alter

Sozialer Isolation vorbeugen
Viele ältere und alte Menschen wollen sich und der Umgebung Hördefizite nicht eingestehen. Sie verzichten auf Hilfe und Hilfsmittel. Das kann schnell in die soziale Isolation führen.   
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Berührende Liebesgeschichte
Der US-amerikanische Autor Kent Haruf hat eine Liebesgeschichte geschrieben. Die Hauptpersonen sind um die 70 Jahre alt.   
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Management

Kochbuch aus Heim und Pflege
Ein neues Buch vereint Rezepte, die Heimbewohnerinnen, Heimbewohner und Pflegefachfrauen zusammengetragen haben.
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