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Aktuelle Ausgaben

09.03.2018

Fachzeitschrift März 2018: Medikamente

In der März-Ausgabe nehmen wir die Medikation in Heimen unter die Lupe: Wo viele Krankheiten den Alltag bestimmen, ist oft der Einsatz vieler Medikamente unumgänglich. Wir wollten wissen, wie es in diesen Fällen um die Sicherheit steht, welche Medikamente überhaupt geeignet sind und wie Altersheime diese Fragen regeln.

Dabei zeigte sich: Nicht alle zugelassenen Medikamente sind für alte Menschen geeignet, Arzneien kombiniert eingenommen können gar gefährlich werden. Deshalb erarbeitet die Stiftung Patientensicherheit Schweiz praktische Empfehlungen für Pflegeheime, um die Kontrolle der Medikation zu verbessern. Wie wichtig das ist, zeigt eine Befragung bei Pflegedienstleitungen: Offenbar fehlt die Systematik beim Überprüfen heute noch weitgehend.

Einige Altersheime haben aber bereits Werkzeuge eingeführt. Die Zuger Alterszentren beispielsweise schicken ihre Medikationslisten zweimal im Jahr an alle behandelnden Ärzte zum gründlichen Check. Die Freiburger Pflegeheime hingegen haben ein spezielles Pauschal-Einkaufssystem, das sich nicht nur punkto Qualität und Sicherheit der Medikation bewährt, sondern auch punkto Wirtschaftlichkeit.

Ein Ziel lautet auch, so wenig Medikamente wie möglich anzuwenden. Die Résidence Saint-Sylve im Wallis ist das mit einem Projekt der «offenen Psychogeriatrie» geschafft: Die Bewohner
nehmen häufiger am sozialen Leben teil, seither schlucken sie nur noch halb so viele Neuroleptika
und Antidepressiva. Das Einsparen von Medikamenten hilft auch gegen die Vergeudung, denn gegenwärtig werden Medikamente im Millionenwert weggeworfen.

Ein anderes wichtiges Thema ist die Digitalisierung von Patientendaten: Um sich vor Hackern zu schützen, braucht es besonders in Alters- und Pflegeheimen einen datenschutzkonformen Umgang mit sensiblen Daten. Und last but not least schauen wir, wie das Arbeitsinstrument Curatime funktioniert.

Mit dieser Palette wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre und schöne erste Frühlingstage!

E-Paper

Ausgabe 3 | 2018

Inhaltsverzeichnis

Medikamente

Gefährliche Medikamentencocktails
Je mehr Medikamente jemand einnehmen muss, umso grösser
das Risiko von unerwünschten Neben- und Wechselwirkungen. Menschen in Pflegeheimen gehören zu den Risikopatienten.
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Elektronischer Medikationsplan
In der Westschweiz wird getestet, wie ein E-Medikationsplan die Pflege verbessert und die Patientensicherheit erhöht.    
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«Ein Brennpunkt der Langzeitpflege»
Die Stiftung Patientensicherheit arbeitet Empfehlungen für Pflegeheime. Sie sollen die Kontrolle der Medikation verbessern.  
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Kaum nachhaltige Kontrollen
In den Pflegeheimen fehlt es an systematischen Überprüfungen
der Medikation von Bewohnern. Das zeigt ein Untersuchung.   
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Bewährtes Modell
Im Kanton Freiburg funktioniert ein Modell zur pharmazeutischen Begleitung seit Jahren einwandfrei. Jetzt wird es in Frage gestellt.   
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Forschung und Produktion für die Gesundheit
Die Schweizer Pharmaindustrie hat eine lange Tradition. Immer wichtiger wird daneben die Medizinaltechnik.   
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Die Verantwortung von Ärzten und Pflegepersonal
Die Verschreibung ist das eine, die Kontrolle der Einnahme das andere. Ärzte und Pflegepersonal stehen in der Verantwortung.       
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Weniger Psychopharmaka
Ein Alters- und Pflegeheim im Wallis öffnete die Psychogeriatrie.
Der Effekt: Man braucht weniger Medikamente.    
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Chemischer Sonderabfall
Viele Medikamente, die Ärzte verschreiben, werden gar
nie eingenommen. Sie werden zu Sondermüll und oft verantwortungslos entsorgt.            
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Datenschutz

Cyberkriminalität vorbeugen
Die elektronische Datenverwaltung erleichtert die Heim-administration. Doch sie verlangt einen sicheren Datenschutz.    
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Behinderung

Mitbestimmung für alle
Wirkliche Inklusion gibt es erst, wenn Menschen mit einer Behinderung gleichberechtigt mitbestimmen können – sagt die Autistin Nelli Riesen.   
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Management

Wie abrechnen?
Ist die Finanzierung der Pflege in einem Heim gesetzeskonform?
Mit dem Arbeitsinstrument Curatime lässt sich dies prüfen.

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