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07.07.2016

Fachzeitschrift Juli/August 2016: Innenleben

Die Sommerausgabe der Fachzeitschrift befasst sich damit, was ein Heim an Einrichtungen und Infrastrukturen braucht, damit es ein gutes Heim ist. Welche Bedeutung und Wirkung auf Personal und Bewohnende haben Innenhöfe, Gemeinschaftsräume und Gärten?

Steht eine Sanierung bevor, müssen sich die Verantwortlichen über das gesamte Konzept Gedanken machen. Architekt Ivo Moeschlin rät, grundsätzlich Fragen zu beantworten, bevor die Bagger auffahren: Wie gross ist das Budget? Will man eher ein luxuriöses Wellnessressort bauen oder ein bodenständige, zweckmässige Einrichtung?

Weil sich im Alter das Leben nach innen verlegt, kann kluge Architektur das Aussen nach innen holen – mit Höfen, Atrien und Laubengängen. Höfe waren immer Treffpunkt und Versammlungsort, und sie verstärken das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Wie von selbst wird ein Hof dann zur Bühne, auf der die Bewohnerinnen und Bewohner einmal Zuschauer sind, einmal Darsteller. 
Quasi hinter der Bühne einer Institution verrichtet der Lift seine Dienste meist ohne Aufsehen. Dabei spielt er eine wichtige Rolle, weil im Alter das Treppensteigen beschwerlich wird. Daher müssen Lifte in Alters- und Pflegeheimen besonders benutzerfreundlich konstruiert sein. Was das heisst, behandelt die Fachzeitschrift in der Juli/Augustausgabe. 

Zum Innenleben einer Institution gehört idealerweise auch ein gut eingerichteter Garten. Die Pflanzen, der Aufenthalt an der frischen Luft und die vielen sinnlichen Eindrücke wirken beruhigend auf das Gemüt und anregend für das Gehirn. Beim Einrichten muss man sich überlegen, wozu der Garten vorwiegend dienen soll: Soll es ein Garten zum Flanieren werden? Oder einer zum Arbeiten oder für Gartentherapie?

Andere wichtige Innenräume sind Nasszellen. Auch sie lassen sich mit hellen, fröhlichen Farben zu angenehmen Räumen gestalten. Wie gross die Abstände zwischen Toilette, Lavabo und Dusche in Pflegeheimen sein müssen, ist zwar vorgegeben. Aber viel Komfort lässt sich mit zusätzlichem Stauraum schaffen. 

Nicht immer ist die Einrichtung jedoch allein ausschlaggebend für das Wohlbefinden. Das zeigt das Beispiel der Familienheim-Genossenschaft Zürich: Hier dürfen alte Menschen wohnen bleiben, auch wenn sie im Alltag Hilfe benötigen. Das funktioniert zum einen, weil die Wohnungen schrittweise barrierefrei umgebaut werden. Weit mehr noch hilft aber die Altersbetreuung, die bei Bedarf Unterstützung bietet.

Eine bedeutende Rolle für das Innenleben einer Institution spielen auch Gemeinschaftsräume. Sie können zur Gemeinschaftsbildung und zur Erhöhung der Lebensqualität beitragen. Allerdings müssen sie dafür geschickt konzipiert sein: Der Bereich muss gut erreichbar und gut einsehbar sein und dennoch «privat» wirken. 

Neue Kommunikationstechnologien ermöglichen es älteren Menschen, ein selbstständiges, unabhängiges Leben aufrechtzuerhalten. Das europäische Programm «Active and Assisted Living» fördert solche Technologien, und Curaviva Schweiz hat an einer Feldstudie des Projekts «GeTVivid» mitgemacht. Besonders in der Langzeitpflege, betont Ethiker Heinz Rüegger, müssen auch ethische Aspekte berücksichtigt werden: Assistierende Technologie soll älteren Menschen Sicherheit geben und die Gesundheit erhalten, aber nur, wenn die Bewohnerinnen und Bewohner ihre «informierte Zustimmung» dazu geben.

Mit der Berichterstattung über die diesjährigen Delegiertenversammlung schliesst diese Ausgabe der Fachzeitschrift.

E-Paper

Ausgabe 7/8 | 2016

Inhalt

Innenleben

Sorgfältige Planung
Soll der Bau aussen und innen gelingen, gilt es sorgfältig zu planen − bereits bevor die Bagger auffahren.
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Aussenräume im Innern
Seit der Mensch feste Behausungen baut, ist der Innenhof ein wichtiger Teil von Siedlungen. Ein einladender Hof ist für ein Altersheim viel wert.     
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Bewegung in der Vertikalen
Lifte sind unverzichtbare Transportmittel in Heimen. Man könnte mehr als ein Nutzfahrzeug aus ihnen machen.   
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Paradies auf Erden
Jeder Garten sei ein Abbild des Garten Eden, sagt man. Gute Gartengestalter können tatsächlich Paradiese schaffen.    
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Sicher, sauber – und einladend
Nasszellen in Heimen müssen praktisch und sicher sein. Daneben darf man WC und Bad aber durchaus einladend gestalten.  
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Bauliche Massnahmen und Unterstützung
In der Zürcher Familienheim-Genossenschaft dürfen alte Menschen wohnen bleiben, auch wenn sie körperlich eingeschränkt sind. Die Genossenschaft machts möglich.    
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Der Wert der Gemeinschaftsräume
Gemeinschaftsräume verbessern die Lebensqualität auf vielfältige Weise, sofern sie wohnpsychologische Bedingungen erfüllen.    
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«Active and Assisted Living»
Das europäische Programm ermöglicht es älteren Menschen, ein selbstständiges Leben aufrechtzuerhalten.     
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Ethisch brisant
Bei der Anwendung von Assistierender Technologie für ältere Menschen gilt es auch ethische Aspekte zu berücksichtigen.    
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Politik
 
Lohrs Legislatur
Wie stark ist unser Wohlstand wirklich gefährdet?    
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Verband

Delegiertenversammlung 2016
Neue Mitglieder im Vorstand von Curaviva Schweiz
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