Wohnen und Architektur im Alter - Fachinformationen - Themendossiers - Wohnen im Alter

Wohnen im Alter

Für ältere und hochaltrige (90plus) Menschen stellt sich die Frage ob ein Verbleib zu Hause weiterhin möglich ist (evtl. mit baulichen Anpassungen), oder eine neue Wohnform angebracht ist. Welche Angebote an Wohnformen, Wohnkonzepten gibt es und was ist dabei zu beachten?

So drängen immer mehr verschiedene Wohnformen, Wohnkonzepte auf den Markt. Die Heterogenität ist gross und auch die Terminologie vielfältig. Es gibt vom Wohnen zu Hause bis hin zum Wohnen in einer Pflegeinstitution viele Zwischenstrukturen.

Das vorliegende Themendossier möchte zu ausgewählten Themen rund um das Wohnen im Alter Hilfestellungen geben.

Bauen und Gestalten

Architekturpsychologie

Die Architekturpsychologie beschreibt die Passung von Mensch und gebauter Umwelt und gibt Hinweise darauf, wie diese Passung mit gestalterischen Mitteln verbessert werden kann. Die folgende Publikation beschreibt Kompetenzen und Bedürfnisse älterer Menschen und leitet daraus Empfehlungen für die Gestaltung ihrer Wohnsituation ab.

Innenarchitektur im Gesundheitswesen

Healing Architecture geht von der These aus, dass die gebaute Umgebung die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen beeinflussen kann. Dabei wird die räumliche Qualität geprägt durch eine Vielzahl von Einflussfaktoren wie etwa Licht, Farbe, Geräusch, Geruch und Orientierung. Sie alle tragen nachweislich zum Wohlbefinden und zur Genesung bei. Entsprechend findet Healing Architecture in der Planung und Umsetzung von Krankenhäusern und anderen Bauten des Gesundheitswesens immer mehr Berücksichtigung. Für Pflegeinstitutionen sollte dies in besonderem Mass gelten. Denn gerade pflegebedürftige und demenziell erkrankte Menschen sind auf eine beschützende, vertrauenerweckende Innenarchitektur mit zugleich anregender Wirkung angewiesen.

Neubau, Erweiterung oder Sanierung

In der CURAVIVA-Publikation «Von der Vision zum Projekt: Neubau, Erweiterung oder Sanierung eines Pflegezentrums» findet sich ein detaillierter Planungsprozess für ein Bauprojekt. Auftraggeberinnen und -geber eines Bauprojekts, Institutionsleitende und weitere Interessierte finden in  diesem Themenheft Unterstützung bei der Planung und Umsetzung ihres Projekts.

Bauliche Spezialthemen

Sturzprävention

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) stellt mit ihrer Fachdokumentation Bauplanenden und Auftraggebenden, Trägerschaften sowie Pflege- und Sicherheitsverantwortlichen eine Hilfestellung für die Planung und Überwachung von baulichen Massnahmen in Zusammenhang mit Sturzprävention zur Verfügung.

Bauliche Massnahmen zur Sturzprävention in Alters- und Pflegeinstitutionen | bfu | 2013

Sturzprävention | Themendossier | CURAVIVA Schweiz

Fumoirs und Bewohnerzimmer, in denen geraucht werden darf

Für die Planung, Einrichtung und Pflege von Fumoirs sowie von Zimmern von Bewohnenden, in denen geraucht werden darf, bieten die folgenden Empfehlungen Unterstützung.

Klimaanlagen

Im Rahmen von Sanierungs- und Baumassnahmen sind Pflegeinstitutionen immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob sie Klimaanlagen einbauen sollen. Daraus resultieren Fragen zu deren Wirkung für das Wohlbefinden sowie zu Kosten-Nutzen-Abschätzungen im Vergleich zu anderen Wärmeschutzmassnahmen. Das Faktenblatt gibt auf der Basis der aktuellen Datenlage Antworten auf diese Fragen und zeigt Massnahmen und Empfehlungen für die Raum- und Gebäudetemperierung auf.

Bedürfnisgerechtes Wohnen

Das Wohn- und Pflegemodell 2030

Im Sinne einer zukunftsorientierten Vision hat der nationale Dachverband CURAVIVA Schweiz das Wohn- und Pflegemodell 2030 für ältere Menschen (80+) entwickelt. Das Modell ist eine Vision darüber, wie selbstbestimmtes Leben von älteren Menschen trotz Pflegebedürftigkeit in der von ihnen bevorzugten Wohnumgebung in Zukunft ermöglicht werden soll. In diesem Modell verstehen sich die Alterspflege-Institutionen als dezentralisierte und sozialraumorientierte Dienstleistungsunternehmen, die älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der von ihnen bevorzugten Wohnumgebung ermöglichen. Hierbei wird der ältere Mensch mit seinem gesamten sozialen Beziehungsnetz «mitten im Leben» bleiben und bedarfsgerecht die individuell notwenigen Dienstleistungen beziehen können.

Wohn- und Pflegemodell 2030

Wohnformen im Alter

Es gibt heutzutage verschiedenste Wohnformen und Wohnkonzepte für ältere Menschen, deren Bezeichnungen aber uneinheitlich sind. Dr. Heinz Rüegger, Ethiker und Gerontologe, hat im Auftrag von CURAVIVA Schweiz eine Klärung der Begrifflichkeiten aus gerontologischer Sicht vorgenommen.

Betreutes Wohnen

Neben der ambulanten Pflege und Unterstützung zu Hause und der stationären Pflege und Betreuung im Heim wird das «Betreute Wohnen» als eine weitere und integrierte Wohnform für Menschen im Alter oder mit Behinderung immer bedeutender. Der Begriff des betreuten Wohnens ist jedoch bis anhin ungenügend definiert und die kantonalen Rechtsrundlagen unterscheiden sich stark voneinander. Welche Standards aus fachlicher Perspektive für das betreute Wohnen gelten sollten, zeigt die Studie «Betreutes Wohnen in der Schweiz – Grundlagen eines Modells». Die Broschüre «Betreutes Wohnen im Alter – Kantonale Rechtsgrundlagen in der Schweiz» stellt ergänzend eine Bestandesaufnahme zur Situation des betreuten Wohnens in der Schweiz zur Verfügung.

 


Weiterführende Informationen und Links

Lebensräume für älter werdende Menschen | altervia Menschen

Wohnen und älter werden | Age Stiftung

Fachberatung für altersgerechtes Bauen | Wohnen im Alter

Suche nach Stichwort in der Datenbank | Fachzeitschrift Curaviva