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Verbundlösungen und integrierte Versorgung

Die Gesundheitsversorgung in der Schweiz ist im Umbruch. Tiefgreifende Veränderungen verlangen nach neuen Lösungsansätzen. Integrierte Versorgungsansätze heben das Trennende zwischen ambulanten und stationären Leistungserbringern auf.

Die gesamte Versorgungskette von ambulant bis stationär ist für alle Anbieter wichtiger geworden, nicht zuletzt auch aufgrund der vorherrschenden Kostendiskussion im Gesundheitswesen. Auch die Kundinnen und Kunden der Anbieter sind anspruchsvoller und fordern immer wieder Dienstleistungen und Serviceangebote aus einer Hand. So verwundert es nicht, wenn sich immer mehr Anbieter im ambulanten wie im stationären Bereich in der einen oder anderen Form zusammenschliessen und Verbünde oder entsprechende Kooperationen bilden. Dies kann im Rahmen des Angebotes geschehen, aber auch im Rahmen brancheninterner Verbünde wie beispielsweise Ausbildungsverbünden.

Verbundlösungen als Perspektive

CURAVIVA Schweiz befürwortet solche Kooperationen und Zusammenarbeitsformen. Zum Einen verhindert es das Denken in «Entweder-oder-Kategorien» wie ambulant oder stationär und zum anderen gibt es die Möglichkeit zur Synergiennutzung und damit auch zur Kostenoptimierung. Unabhängig von den Kosten sollten die Kunden  künftig auf der gesamten Versorgungskette – von ambulant bis stationär – die Möglichkeit haben, das für sie geeignete Angebot auswählen zu können. Dabei ist von grosser Bedeutung, dass das Angebot aus einer Hand kommt und eine definierte Ansprechperson zur Verfügung steht. Dies entspricht  einer Vereinfachung und Überschaubarkeit des gesamten Angebotes.

Zusammenarbeit ja – aber

Trotz dieser positiven Signale sind im Gesundheitswesen noch immer zu viele Einzelkämpfer aktiv – getreu nach dem Motto: Jeder gegen jeden. Synergien werden, aus welchen Gründen auch immer, noch zu wenig genutzt. Es gibt nicht wenige Beispiele, die zeigen, wie mehrere Heime in einem engen Umkreis das exakt gleiche Angebot bereithalten. Kosten hin oder her. Die Diskussion um das «Möglichst-lange-in-den-eigenen-vier-Wändenwohnen-wollen» führt nicht selten dazu, dass ambulante gegen stationäre Angebote und umgekehrt gegeneinander ausgespielt werden. Verbundlösungen oder Ansätze der integrierten Versorgung betonen das Gemeinsame und nicht das Trennende.

Aktueller Stand

Nebst der hier vorgestellten Grundlagenstudie aus dem Jahre 2010, welche die ZAHW im Auftrag der Age Stiftung, der SPITEX Schweiz und CURAVIVA Schweiz durchgeführt hat, wurde im Jahr 2012 ein Themenheft von CURAVIVA Schweiz zur Thematik «Verbundlösungen / Integrierte Versorgung» veröffentlicht. In dieser Publikation werden anhand konkreter Praxisbeispiele die Chancen und Risiken von Verbundlösungsmodellen analysiert sowie Empfehlungen für den Aufbau solcher abgegeben.

CURAVIVA Schweiz stellt heute fest, dass an immer mehr Orten der Weg konkreter Versorgungsmodelle, die den Namen «integrierte Versorgung» verdienen, gegangen wird. Aus diesem Grunde wurde analysiert, in welchen Kantonen Kooperations- oder gar Fusionsmodelle bekannt sind. Die entsprechende Übersicht finden sich in diesem Dossier unter «Publikationen».

Publikationen

Studien