Schutz vor Hitze - Fachinformationen - Themendossiers - Schutz vor Hitze

Schutz vor Hitze

Hitzewellen gefährden die Gesundheit von betagten, pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen sowie von Kleinkindern. Informationsmaterial zeigt dem Pflegepersonal auf, welche Massnahmen Schutz bieten.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) geben seit 2005 unter dem Motto «Schutz bei Hitzewelle» Informationsmaterial heraus, um Angehörige, Pflegepersonal, Ärzteschaft und gefährdete Personen für die gesundheitlichen Risiken der Hitze und die entsprechende Vorsorge zu sensibilisieren. Denn der Hitzesommer 2003, einer der heissesten seit Menschengedenken, hat auch in der Schweiz Todesopfer gefordert: Es gab 975 zusätzliche Todesfälle. Betroffen waren vor allem ältere Menschen.

Alters- und Pflegeinstitutionen instruieren ihre Mitarbeitenden vor Hitzeperioden darüber:

  • Die Räumlichkeiten der Institution möglichst kühl zu halten;
  • Die physischen Aktivitäten bei grosser Hitze auf das Minimum zu reduzieren;
  • Die Bewohnenden während den Stunden der grössten Hitze (Mittagszeit) sich nicht draussen aufhalten;
  • Die Bewohnenden leichte und helle Kleidung trägt - vorzugsweise aus Baumwolle;
  • Die Körpertemperatur der am meisten gefährdeten Bewohndenden regelmässig überprüft wird und ihr Körper, wenn nötig, regelmässig mit einer Dusche oder einem nassen Tuch gekühlt wird;
  • Die Bewohnenden regelmässig daran erinnert werden genügend viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Zudem stellen die Institutionsleitungen folgende Präventionsmassnahmen sicher:

  • Erstellen frühzeitig einen Überwachungsplan
  • Benennen die speziell gefährdeten Betagten/risikopatienten und -patientinnen und bestimmen die dafür zuständigen, verantwortlichen und entsprechend geschulten Pflegepersonen
  • Präzisieren die Organisationsabläufe für Notfälle
  • Stellen die Betreuung auch in der Ferienzeit sicher: Ferienvertretungen müssen in die Planung einbezogen und instruiert werden

Das Pflegepersonal soll sicherstellen, dass der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin von stark gefährdeten Personen konsultiert wird, um – falls erforderlich – die Beobachtung und Behandlung der bestehenden Krankheit anzupassen.

Verschiedene Medikamente können bei Hitzewellen Probleme verursachen. Einige fördern die Dehydrierung (z.B. Diuretika), andere beeinflussen die Wärmeregulation (z.B. Anticholinergika, gewisse Neuroleptika und gewisse Antidepressiva).