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Studien

Von CURAVIVA Schweiz erarbeitete oder in Auftrag gegebene Studien vermitteln Interessierten aktuelle Hintergrundinformationen zu Fragen rund um den Heimbereich.

Als nationaler Branchenverband stellt CURAVIVA Schweiz den Verantwortlichen von Heimen und Institutionen, den Kantonalverbänden, Politikern, Medienschaffenden und anderen Interessierten wichtiges Grundlagenmaterial zu den Entwicklungen in der Betreuung von Menschen im Alter, Menschen mit Behinderung und Kinder und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen zur Verfügung. Dazu gehören auch Studien, die CURAVIVA Schweiz selber verfasst oder von Dritten erarbeiten lässt. Eine Auswahl steht hier online zur Verfügung.

 

Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Schweizer Altersinstitutionen

Studienresultate 2015 – im Vergleich mit 2009

Verschiedene Entwicklungen führen zu veränderten Anforderungen an die Altersinstitutionen. Das kann die mit dem demografischen Wandel verbundene Zunahme von Menschen mit Demenz sein, verändernde gesellschaftliche Wertmassstäbe, politische Entscheidungen zur Bedarfsplanung oder Finanzierung, der ausgetrocknete Personalmarkt oder neue Betreuungsangebote wie zum Beispiel die 24-Stunden Betreuung durch ausländische Betreuungspersonen.

Im Jahr 2009 hat QUALIS evaluation eine Online-Umfrage zur Erfassung von Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von Altersinstitutionen bei Kaderpersonen in der Deutschschweiz durchgeführt. Um herauszufinden, ob sich diese Einflussfaktoren in den letzten sechs Jahren verändert haben, hat QUALIS evaluation im Auftrag von CURAVIVA Schweiz diese Umfrage in der Zeit von April bis Juni 2015 wiederholt und auf die Gesamtschweiz ausgeweitet. Die Wiederholung der Umfrage und die nun vorliegenden Resultate zeigen die aktuelle Wahrnehmung der Institutionsleitungen bezüglich der Herausforderungen und Erfolgsfaktoren ihrer Institutionen sowie Veränderungen in den letzten sechs Jahren auf.

 


Zunahme administrativer Arbeiten in Alters- und Pflegeheimen

Bestandesaufnahme sowie Massnahmen und Folgerungen

Autor: Richard Widmer, Berater für Unternehmen, Basel

Die «administrativen Arbeiten» in den Alters- und Pflegeheimen haben in den vergangenen Jahren zugenommen und werden zunehmend als belastend wahrgenommen. Viele Heimleitungen klagen über diesen Zustand. Anders als für die Mehrarbeit infolge der Zunahme der Pflegebedürftigkeit der Bewohner und Bewohnerinnen in den Heimen bestehen für die Veränderungen der administrativen Arbeiten keine Messinstrumente. Es erfolgt zudem keine explizite Abgeltung (Finanzierung) dieser zusätzlichen Arbeiten. Es wird oft gesagt (und beklagt), dass für die Zuwendung an die Bewohnerinnen und Bewohner immer weniger Zeit bleibt. Es sei alles vielfältiger und komplexer geworden. Der Sachverhalt ist allerdings eher diffus und nicht genau lokalisierbar.

In diesem Bericht wird die Zeitspanne der vergangenen zehn Jahre betrachtet. In der Diskussion mit vielen Pflegeheimleitern und Kadermitarbeitenden kommt deutlich zum Ausdruck, dass im betrachteten Zeitraum die administrativen Arbeiten praktisch in allen Bereichen zugenommen haben.

 


Was macht einen attraktiven Arbeitsplatz in der Langzeitpflege aus?

Eine Analyse über die Attraktivität des Arbeitsplatzes zeigt, dass Lohn, Arbeitszeiten, auszuführende Tätigkeit sowie Betriebskultur und Vorgesetzte wichtige Einflussfaktoren sind.

CURAVIVA Schweiz hat Qualis evaluation GmbH beauftragt, eine Analyse über die Attraktivität des Arbeitsplatzes in der Langzeitpflege zu erstellen. In dieser wird die Frage untersucht, welche Aspekte die Attraktivität der Arbeit in Alters- und Pflegeheimen am stärksten beeinflussen. Die Mitarbeiterbefragungen wurden bei festangestellten Mitarbeitenden in 22 verschiedenen Alters- und Pflegeheimen aus acht Schweizer Kantonen durchgeführt. Rund ein Fünftel der Teilnehmenden sind Führungspersonen.

Die Untersuchung zu den wichtigsten Faktoren der Attraktivität in Langzeitpflegeinstitutionen zeigt, dass sich diese je nach Anspruchsgruppe unterscheiden. Während für die Führungspersonen die Arbeitstätigkeit mit ihren Entwicklungsmöglichkeiten und das Verhältnis zu den direkten Vorgesetzten im Vordergrund stehen, sind es für Mitarbeitende ohne Führungsfunktion die Arbeitsbedingungen, Arbeitstätigkeit und die obere Führungsebene.

 


Ausbildungsinstitutionen

Ausbildungsinstitutionen für schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen der Deutschschweiz: Ein Vergleich

Vertreterinnen und Vertreter von Sonderschulen respektive Sonderschulheimen äusserten sich gegenüber dem Fachbereich Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen von CURVIVA Schweiz zunehmend kritisch über die Qualität der Ausbildung von schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Diese Kritik bezog sich insbesondere auf die Praxistauglichkeit zur Führung von Sonderklassen/Kleinklassen. Im Auftrag seiner Mitgliederinstitutionen hat sich CURAVIVA Schweiz deshalb entschieden, die Studieninhalte der fünf deutschschweizerischen Ausbildungsinstitutionen für schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen genauer zu betrachten.

Die Ergebnisse zeigen, dass heute vorwiegend ambulante respektive integrative Formen gelehrt werden. Das klassische Handwerk des Sonder-/ Kleinklassenlehrers wird nur noch bedingt vermittelt, obwohl der klassische Sonderschulunterricht in Sonderschulen und Sonderschulheimen zum heilpädagogischen Praxisfeld der Schweiz gehört. Diese Veränderung der Ausbildungsinhalte auf ambulante respektive integrative Schulungsformen kann als eine unmittelbare Folge der gesetzlichen und politischen Veränderungen vieler Kantone gedeutet werden, welche aktuell die integrative Förderung forcieren.

Die Mitglieder der Fachkonferenz Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen appellieren deshalb an die deutschschweizerischen Ausbildungsinstitutionen, dass – neben den bestehenden Inhalten – wieder vermehrt Kompetenzen vermittelt werden, die angehende schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen auch zur Führung von Sonderschulklassen und Kleinklassen befähigen.

 


Betreutes Wohnen in der Schweiz – Grundlagen eines Modells

Studie im Auftrag von CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz, Spitex Schweiz.

Wird der Alltag im Alter beschwerlich oder droht die Gestaltung der Alltagroutine gar zu scheitern, bieten ambulante (Spitex Schweiz) und stationäre Angebote (Heime) ihre Unterstützung an. In den letzten Jahren wird zunehmend auch Betreutes Wohnen, als dritte Form der Langzeitpflege, genannt. Doch der Begriff des Betreuten Wohnens, blieb unklar. Gesetzliche Regelungen fehlen, grosse regionale Unterschiede im Angebotsumfang und in der Trägerschaft von Institutionen behindern die Diskussion.

CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz haben deshalb in einem gemeinsamen Projekt den Begriff des «Betreuten Wohnens» untersucht. Erkenntnisse aus der Fachliteratur wurden zusammengefasst, Interviews mit Expertinnen und Experten geführt und eine Umfrage bei Personen der Langzeitpflege und der Politik in einer Arbeitsgruppe ausgewertet.

Über das Wohnangebot im Betreuten Wohnen ist man sich einig. Es umfasst vorwiegend barrierefreie 1-, 2- und 2½-Zimmer mit eigener Küche, Bad/WC. Neu wird pflegerisch-betreuerische Unterstützung im Betreuten Wohnen in vier Stufen definiert. Auf der Stufe D wird lediglich Entlastung im Haushalt angeboten. Auf Stufe C wird der Erhalt und die Förderung eigener Fähigkeiten ins Zentrum gestellt. Eine Fachperson steht als Ansprechpartner zur Verfügung. Auf Stufe B werden alle Aspekte pflegerisch-betreuerischer Aufgaben übernommen. Vorhandene Ressourcen der Person und ihrer Angehörigen sowie relevante Gesundheitsfaktoren und -risiken werden systematisch erfasst. Dafür stehen Fachpersonen rund um die Uhr zur Verfügung. Betreutes Wohnen auf der Stufe A ermöglicht das Verbleiben in der Wohnung bis zum Lebensende. Das Unterstützungsteam wird durch spezialisierte Fachpersonen für Palliativpflege, für Demenz, für psychische Krankheiten oder Suchterkrankung ergänzt. Auf den Stufen A und B wird der Effekt auf die Selbstpflege-Fähigkeiten und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner systematisch evaluiert. In allen Stufen gilt als Qualitätskriterium inwieweit Würde, das Gefühl der Selbstständigkeit und Autonomie im Betreuten Wohnen erhalten werden können.

 


Einführung der DRG

Bericht über die Auswirkungen, Chancen und Risiken für Pflegeheime

Der Bericht zeigt die bisherigen Erfahrungen einzelner Kantone mit dem Abrechnungssystem DRG sowie die Auswirkungen und Trends für die Langzeitpflege auf. Dargestellt werden im Bericht auch mögliche Chancen und Risiken für die Heime, was den Bericht zu einem wertvollen Grundlagenpapier für die strategische Entwicklung von Institutionen der Langzeitpflege macht. Abschliessend empfiehlt der Bericht mögliche Massnahmen.

Dieser von CURAVIVA Schweiz (Fachbereich Alter) in Auftrag gegebene Bericht ist von Richard Widmer, Präsident des VAP erarbeitet und von einer Resonanzgruppe (bestehend aus Vertretungen aus den Bereichen Geriatrie, Pflege und Ökonomie) begleitet worden.

 


Kostenwirkung des Wohn- und Pflegemodells 2030

Studie der Polynomics AG im Auftrag von CURAVIVA Schweiz

Mit dem Wohn- und Pflegemodell 2030 schlägt CURAVIVA Schweiz den Übergang zu einem integrierten Versorgungskonzept «stationär und ambulant» vor, bei dem nicht mehr die Fehlanreize der heutigen Finanzierungsformen, sondern der Pflegebedarf der Kunden das zentrale Instrument für die Zuteilung zu einer Pflegeform darstellt. Durch eine stärkere Fokussierung auf den Patienten soll ein durchgehender Pflegeprozess entstehen, der nicht nur den Kundennutzen erhöht, sondern auch Kosten einspart. Erreicht werden sollen diese Ziele auch durch eine neue Finanzierungsform, die allen Pflegebereichen die gleichen Möglichkeiten für eine bedarfsgerechte Bereitstellung der Pflegeleistungen ermöglicht. Mit anderen Worten sollen die heutigen Missstände, die aufgrund der unterschiedlichen Finanzierungsformen existieren, beseitigt werden.

Während im Wohn- und Pflegemodell 2030 der Nutzen für die Kunden unbestritten ist und es auch bereits erste internationale und nationale Erfahrungen gibt, welche die Relevanz eines durchgehenden Pflegeprozesses aufzeigen, gibt es heute noch keine verlässlichen Angaben zu den Kostenwirkungen. Bezüglich der Schweiz ist dies auch dem Umstand geschuldet, dass die heutigen Pflegeausgaben für eine Kostenabschätzung nicht direkt berücksichtigt werden können. Die heute zu beobachtenden Gesundheitsausgaben sind massgeblich durch die Fehlanreize der Finanzierungsformen beeinflusst.

CURAVIVA Schweiz hat deshalb Polynomics AG beauftragt, die Kostenwirkungen des Pflegemodells 2030 gegenüber der heutigen Versorgungsstruktur zu untersuchen.

 


Sekundäranalyse zum Personalnotstand in der Langzeitpflege

Im Auftrag von CURAVIVA Schweiz hat das Institut Neumünster eine Vielzahl von Berichten zum Thema Personalnotstand analysiert und miteinander verglichen.

Das Institut Neumünster wertete im Auftrag des Fachbereichs Menschen im Alter von CURAVIVA Schweiz zehn Berichte hinsichtlich der Situation in der Langzeitpflege aus. Der Fokus dieser Sekundäranalyse lag auf drei Bereichen: Steigender Bedarf an pflegerischen und betreuerischen Dienstleistungen, Personaldefizit beim Angebot an pflegerischen und betreuerischen Dienstleistungen sowie Massnahmen zur Verhinderung oder Einschränkung des künftigen Personalnostands.

 


Technologiekonzept für das Wohn-und Pflegemodell 2030

Die Gestaltung und der Betrieb von Strukturen und Prozessen der sozialraumorientierten und integrierten Versorgung können durch neue technologischen Lösungen unterstützt werden. Mit dem Projekt «Technikkonzept für das Wohn- und Pflegemodell 2030» wurde der Blick gezielt auf die Frage gerichtet, wie neue Technologien im Versorgungssetting der Zukunft eingesetzt werden können.

Das Technologiekonzept wurde im Auftrag von CURAVIVA Schweiz vom Forschungszentrum für Informatik in Karlsruhe erstellt. Die Ergebnisse basieren zu einem erheblichen Teil auf Informationen, welche im Rahmen von Interviews und Workshops mit Bewohnenden und ihren Angehörigen, Mitarbeitenden unterschiedlicher Professionen sowie Leitungspersonen aus exemplarischen Schweizer Institutionen für Menschen mit Unterstützungsbedarf gesammelt werden konnten. 

 


Umfrage zur Zusammenarbeit zwischen Trägerschaften und Heimleitungen

Der Fachverbereich Menschen im Alter Alter von CURAVIVA Schweiz und die QUALIS evaluation GmbH haben im Frühling 2010 eine online-Umfrage zum Thema «Zusammenarbeit zwischen Heimleitungen und Trägerschaften» durchgeführt.

Die Daten der Umfrage zeigen Unterschiede zwischen den einzelnen Trägerschaftsformen auf. Detaillierte Informationen finden Interessierte in der Zusammenfassung sowie im ausführlicheren Bericht der Umfrage.

 


Volkswirtschaftliche Bedeutung der Alters- und Pflegeinstitutionen in der Schweiz

Erhebung der Leistungen, der Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie der Wertschöpfung 2010.

Die Alters- und Pflegeinstitutionen in der Schweiz werden in der öffentlichen Diskussion oft nur als Kostenfaktor wahrgenommen. Es besteht vorab die Meinung, diese Kosten zu reduzieren oder den prognostizierten Anstieg (infolge der demografischen Entwicklung) möglichst tief zu halten.

Dabei wird vergessen, dass die Alters- und Pflegeinstitutionen nicht nur enorm grosse und wichtige Leistungen für die Pflege und Betreuung der Betagten erbringen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag an das Sozialprodukt und die Beschäftigung in der Schweiz leisten. Zudem engagieren sich Alters- und Pflegeinstitutionen stark in der Berufsausbildung.

Der nationale Dachverband CURAVIVA Schweiz beauftragte den Autor, die betrieblichen und volkswirtschaftlichen Leistungen der Alters- und Pflegeinstitutionen zu quantifizieren und zu klären, welche Bedeutung diese für das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft der Schweiz haben.

Als Grundlage dienten die Statistik der sozialmedizinischen Institutionen (Somed), die Krankenhausstatistik, die Eidgenössische Betriebszählung sowie eine Umfrage bei den Kantonalverbänden von CURAVIVA Schweiz.

 


Verschwendungen und personenbezogene Merkmale als Einflussfaktoren

Eine empirische Untersuchung von Verschwendungen und personenbezogenen Merkmalen als Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit betagter Bewohner der stationären Langzeitbetreuung.

Daniel Knaup (Leiter Qualitäts- und Riskmanagement im Bürgerspital Basel und Promovend am (SCMT) Steinbeis Center of Management and Technology einem Institut der Steinbeis Hochschule Berlin), untersuchte mögliche Einflussfaktoren von Verschwendungen und personenbezogenen Merkmalen auf die Bewohnerzufriedenheit betagter Menschen, die in der stationären Langzeitbetreuung untergebracht sind. Dabei legte er besonderes Augenmerk auf die Wirkung der Prozesseffektivität und –effizienz, welche innerhalb des Bezugsrahmens des Lean-Managements betrachtet wurden.

In diesem Kontext wurden zuerst mittels eines Quasi-experimentellen Vergleichs, die Zufriedenheitsbefragungen von sechs Alterszentren der Jahre 2008-2014 als Längsschnittstudie auf mögliche Disconfirmationen der Zufriedenheitsbereiche, zwischen einer Treatmentgruppe und einer Kontrollgruppe untersucht. Anschliessend wurden sämtliche Bewohnerantworten der disconfirmativen Zufriedenheitsbereiche, über eine inhaltliche strukturierenden qualitative Inhaltsanalyse, theoriegeleitet in die nach dem Lean-Management definierten sieben Verschwendungsarten kategorisiert. Das Kategoriensystem mit den für die Auslösung der Unzufriedenheiten definierten Verschwendungsgründe, wurde daraufhin mittels einer repräsentativen Online-Befragung überprüft. Die Untersuchung konnte bestätigen, dass verschwendungsartige Sachverhalte einen Auslöser für die Unzufriedenheit der Bewohner darstellen.

Des Weiteren konnte mit der Untersuchung von bestimmten personenbezogenen Merkmalen dargelegt werden, dass diese das Bewertungsverhalten der Bewohner beeinflussen. In der beiliegenden Studie sind die Ergebnisse zusammengefasst dargestellt.