Ausbildungsinstitutionen

Ausbildungsinstitutionen

für schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen der Deutschschweiz

Ein Vergleich

Vertreterinnen und Vertreter von Sonderschulen respektive Sonderschulheimen äusserten sich gegenüber dem Fachbereich Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen von CURVIVA Schweiz zunehmend kritisch über die Qualität der Ausbildung von schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Diese Kritik bezog sich insbesondere auf die Praxistauglichkeit zur Führung von Sonderklassen/Kleinklassen. Im Auftrag seiner Mitgliederinstitutionen hat sich CURAVIVA Schweiz deshalb entschieden, die Studieninhalte der fünf deutschschweizerischen Ausbildungsinstitutionen für schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen genauer zu betrachten.

Die Ergebnisse zeigen, dass heute vorwiegend ambulante respektive integrative Formen gelehrt werden. Das klassische Handwerk des Sonder-/ Kleinklassenlehrers wird nur noch bedingt vermittelt, obwohl der klassische Sonderschulunterricht in Sonderschulen und Sonderschulheimen zum heilpädagogischen Praxisfeld der Schweiz gehört. Diese Veränderung der Ausbildungsinhalte auf ambulante respektive integrative Schulungsformen kann als eine unmittelbare Folge der gesetzlichen und politischen Veränderungen vieler Kantone gedeutet werden, welche aktuell die integrative Förderung forcieren.

Die Mitglieder der Fachkonferenz Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen appellieren deshalb an die deutschschweizerischen Ausbildungsinstitutionen, dass – neben den bestehenden Inhalten – wieder vermehrt Kompetenzen vermittelt werden, die angehende schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen auch zur Führung von Sonderschulklassen und Kleinklassen befähigen.

Zu Desktop-Ansicht wechseln Zu Mobile-Ansicht wechseln