Sozialraumorientierung

Flexible Jugend- und Familienhilfe im Sozialraum

CURAVIVA Schweiz schlägt in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule und einem Projektteam aus Fachexperten einen Paradigmawechsel in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe vor: Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien sollen wenn immer möglich in deren Lebenswelt stattfinden. Das Werkstattbuch «Flexible Jugend und- Familienhilfe im Sozialraum» sowie der «Leitfaden zur Planung und Umsetzung eines sozialraumorientierten lokalen Hilfesystems» zeigen neue Wege auf.

Seit mehreren Jahren wird in Deutschland in Modellprojekten an einer Neugestaltung der familienergänzenden beziehungsweise familienunterstützenden Erziehungshilfe gearbeitet. Dieser Reformprozess will eine als angebotsorientiert kritisierte Hilfeplanung durch eine bedarfsorientierte Praxis ablösen. Als fachlicher Hintergrund dient dabei das Konzept der Sozialraumorientierung mit einer konsequenten Ausrichtung der Arbeitsweise auf den Willen und die Ressourcen der Familien und deren Umfeld.

Ein Schwergewicht des Reformprozesses liegt neben einer konsequenten Flexibilisierung der Hilfen auf der Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Angeboten für die Zielgruppen. Dies macht grundlegende Veränderungen bei den sozial- und finanzpolitischen Rahmenbedingungen der Jugend- und Familienhilfe notwendig.

Die Fachkonferenz Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen von CURAVIVA Schweiz beschäftigt sich seit 2008 mit dem Thema Sozialraumorientierung und hat dazu verschiedene Projekte und Hilfsmittel erarbeiten lassen. Im Kern versuchen die Bemühungen einen für Schweizer Verhältnisse geeigneten Orientierungsrahmen zukünftiger bedarfsorientierter Betreuungs- und Beratungsformen der Jugend- und Familienhilfe zu erarbeiten.

Artikel aus der Fachzeitschrift Curaviva

Die Fachzeitschrift Curaviva stellte in der Ausgabe vom Juli/August 2011 verschiedene sozialräumliche orientierte Projekte vor und ging auf die theoretischen Ansätze ein. Bereits 2009 war ein Interview mit Markus Eisenring und Peter Wüthrich erschienen. Die Beiträge stehen hier als Downloads zur Verfügung.

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