International

CURAVIVA Schweiz schaut über die Grenzen

Europäische und internationale Kontakte werden immer wichtiger in der globalisierten Welt.

Immer mehr Menschen werden älter. Haben wir in zehn, zwanzig Jahren noch genügend Pflegepersonal in den Alters- und Pflegeheimen? Welche Formen von Betreuung und Pflege werden in Zukunft aktuell sein? Diese und weit mehr Fragen beschäftigen uns in der Schweiz. Aber wir sind nicht allein. Schaut man über die Grenzen und spricht mit Betroffenen aus anderen Ländern, tönt es ganz ähnlich.

Probleme in der Langzeitpflege kennen keine Grenzen

An internationalen und europäischen Tagungen werden Fragen zur Demografie und der damit verbundenen Langzeitpflege diskutiert. Der bevorstehende Personalmangel beispielsweise tangiert nicht nur die Schweiz. Es werden Massnahmen besprochen, wie man international mit der Abwanderung von Pflegepersonal aus ärmeren Ländern umgehen kann. So stösst auch die Rekrutierung ausländischen Personals zunehmend an Grenzen, denn auch dort wird das Personal knapper. Viele Länder beginnen sich zudem gegen Abwerbungen zu wehren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2010 bekannt gegeben, dass sie die Abwanderung von Spital- und Heimpersonal aus armen Ländern begrenzen will. Die UNO-Organisation hat einen Kodex erarbeitet, der die internationale Rekrutierung von Gesundheitspersonal regeln soll. Dieser Kodex wird nun in den der UNO zugehörigen Ländern diskutiert.

Internationale Kontakte sind wichtig

Für CURAVIVA Schweiz ist es wichtig, sich auch international zu positionieren und mitzuarbeiten.

IAHSA

Seit 2010  ist CURAVIVA Schweiz Mitglied bei der IAHSA - International Association of Homes and Services for the Ageing. Alle CURAVIVA-Mitglieder im Altersbereich sind damit automatisch auch Mitglied der IAHSA (ohne Kostenfolge).

Markus Leser, Leiter Fachbereich Menschen im Alter, vertritt CURAVIVA Schweiz als Boardmember in der IAHSA.

Die IAHSA wurde 1994 gegründet und ist ein internationaler Dachverband, der weltweit Alters- und Pflegeheime, Dienstleistungsanbieter, Forscher und Politiker vernetzt. Ziel dieser globalen Vernetzung von Fachpersonen ist es, die anstehenden Fragen und Probleme des Alterns und des Alters zu lösen und dadurch die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern.

Die IAHSA fördert Bildung und Schulung sowie Forschung zu Altersfragen/-themen, die von globalem Interesse sind, und informiert regelmässig darüber.

EAHSA

Die European Association of Homes and Services for the Ageing (EAHSA) ist die umfassende europaweite Plattform für Anbieter von Wohnraum, Dienstleistungen und Betreuung im Alter. Der Auftrag der EAHSA besteht unter anderem darin, die Interessen der Anbieter im Altersbereich in der europäischen Politik zu vertreten.

Vision der EAHSA ist es, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und ihre Mitglieder dabei zu unterstützen, den Klientinnen und Klienten das Leben tagtäglich angenehmer zu gestalten, indem sie ihnen Wohnraum, Dienstleistungen und Betreuung von hoher Qualität bieten.

E.D.E.

Im April 2011 wurde CURAVIVA Schweiz beim E.D.E. (Europäische Vereinigung der Leiter und Träger von Einrichtungen der Langzeitpflege) als Mitglied aufgenommen. Somit  sind alle CURAVIVA-Mitglieder im Altersbereich automatisch Mitglied des EDE (ohne Kostenfolge).

Die E.D.E. ist ein internationaler Dachverband, der die nationalen Verbände der Leiter und Leiterinnen sowie der Träger von Langzeitpflegeeinrichtungen in Europa vertritt. Eine der wichtigsten Aufgaben der E.D.E. ist der Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen ihren Mitgliedern. Als Fachleute soll die Qualität der Pflege und Betreuung verbessert werden. Dazu ist es wichtig und sinnvoll, auch über den «nationalen Tellerrand» zu schauen. Gemeinsame Ausbildungsstandards, Möglichkeiten gegenseitiger Hospitation, Kongresse und Tagungen fördern die Professionalität der Heimleitertätigkeit nachhaltig sowie das Verständnis für unterschiedliche Versorgungs- und Betreuungsformen.

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