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Arbeitszeugnisse

Arbeitszeugnisse

Vollständig und fair

Jede Arbeitnehmerin, jeder Arbeitnehmer hat gemäss Obligationenrecht (OR) Artikel 330a einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Dieser Anspruch verjährt gemäss OR erst zehn Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Es gilt drei verschiedene Arten von Zeugnissen zu unterscheiden: das Zwischenzeugnis, das Zeugnis – auch qualifiziertes Zeugnis genannt – und die Arbeitsbestätigung.

Zwischenzeugnis
Arbeitnehmende können jederzeit ein Zwischenzeugnis verlangen. Es macht vor allem dann Sinn, wenn personelle Veränderungen anstehen, beispielsweise ein Vorgesetztenwechsel. Auch wenn jemand eine neue Funktion übernimmt oder einen Stellenwechsel ins Auge fasst, ist ein Zwischenzeugnis angebracht. Das Zwischenzeugnis wird in der Gegenwartsform geschrieben. Es enthält keine Angaben über das Ende des Arbeitsverhältnisses.

Zeugnis
Das qualifizierte Zeugnis gibt Auskunft über die Art und die Dauer des Arbeitsverhältnisses. Zudem bewertet es die geleistete Arbeit. Das Zeugnis muss vollständig sein. Es darf keine falschen Angaben enthalten und muss den Tatsachen entsprechen.

Arbeitsbestätigung
Die Arbeitsbestätigung hält lediglich die Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie die Funktion der Arbeitnehmerin, des Arbeitnehmers fest. Diese Form von Zeugnis kommt meistens dann zum Einsatz, wenn das Arbeitsverhältnis sehr kurz war oder wenn grössere Unstimmigkeiten bei der Beurteilung der Leistung oder des Verhaltens vorliegen.

Prinzip
CURAVIVA Schweiz empfieht, Arbeitszeugnisse nach dem Prinzip wahr, klar und fair zu verfassen.

Inhalt eines Arbeitszeugnisses
Ein vollständiges, mustergültiges Arbeitszeugnis enthält folgende Angaben:

  1. Name, Vorname, Geburtstag, Bürgerort oder Wohnort des Arbeitnehmers
  2. Dauer des Arbeitsverhältnisses und Pensum in %
  3. Funktion des Arbeitnehmers
  4. Tätigkeitsbeschreibung
  5. Arbeitsweise / Arbeitsbereitschaft
  6. Berufserfahrung / fachliches Know-how
  7. spezielle Fähigkeiten und Eigenschaften
  8. Verhalten und Zusammenarbeit
  9. Eventuell Führungsqualitäten
  10. Eventuell Ausbildungserfolg, zum Beispiel bei Lehrlingen/Praktikanten
  11. Zeugnisgrund oder Austrittsgrund
  12. Dankes- und Bedauernsformel
  13. Ausstellungsdatum und -ort
  14. Unterschrift des Arbeitgebers

Besser keine Geheimcodes in Arbeitszeugnissen
In der Vergangenheit wurden codierte Ausdrücke in Arbeitszeugnissen öfters verwenden und sind darum in älteren Zeugnissen nach wie vor sehr verbreitet. Codierte Formulierungen sorgen eher für Verwirrung, und es besteht die Gefahr von Fehlinterpretationen angeblicher versteckter Botschaften. CURAVIVA Schweiz empfiehlt in Arbeitszeugnissen eine uncodierte Sprache zu verwenden und dies am Schluss des Textes auch zu vermerken.

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