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Unterstützung und Beratung

Unterstützung und Beratung

  • Was mache ich mit Schuldgefühlen, wenn ich meine/n Angehörige/n ins Alters- oder Pflegeheim angemeldet habe?

    Wer beispielsweise mit seinen Eltern übereinkommt, dass diese in ein Alters- oder Pflegeheim umziehen sollten, kann von Schuldgefühlen und Selbstzweifeln geplagt werden: Schiebe ich meine Liebsten ...

    Wer beispielsweise mit seinen Eltern übereinkommt, dass diese in ein Alters- oder Pflegeheim umziehen sollten, kann von Schuldgefühlen und Selbstzweifeln geplagt werden: Schiebe ich meine Liebsten ab, damit ich mir ein schönes Leben machen kann und von lästigen Pflege- und Betreuungsaufgaben entbunden werde? Ein schlechtes Gewissen braucht niemand zu haben, wenn man weiss, als wie gut die Lebens- und Pflegequalität in Schweizer Alters- und Pflegeinstitutionen von den Bewohnerinnen und Bewohnern wahrgenommen wird. 2015 ergab die Studie RESPONS der Berner Fachhochschule aufgrund einer repräsentativen Befragung, dass 94 Prozent aller Bewohnerinnen und Bewohner ihr Alters- oder Pflegeheim anderen weiterempfehlen würden.

    Eine seriöse und rechtzeitige Vorbereitung der Entscheidung für einen Heimeintritt kann dazu beitragen, dass Schuldgefühle gar nicht erst entstehen. Sprechen Sie das Thema aktiv an beziehen Sie ihre Angehörigen in den Prozess ein. Schauen Sie sich gemeinsam Institutionen direkt vor Ort an. Diese veranstalten auch regelmässig Besuchstage und beraten Sie gern.

    Neben den Bedürfnissen und Wünschen der Angehörigen zählen zudem auch Ihre eigenen: Machen Sie sich und ihrem Umfeld klar, dass auch Sie nur ein Mensch sind, dessen Leistungs- und Belastungsgrenze sowohl im Berufs- als auch im Familienleben irgendwann erreicht ist. Sprechen Sie offen darüber, bevor Sie mit der Pflege- und Betreuungssituation überfordert sind!

    Und wenn sich die Schuldgefühle trotzdem nicht ausräumen lassen, arbeiten Sie diese mittels einer professionellen Beratung z. B. durch eine Psychologin oder einen Seelsorger auf. Oft geht es dann um tieferliegende Fragestellungen wie Anerkennung und Zuwendung von Angehörigen oder um Angst vor Kritik und Liebesentzug.

    Die Zeit, die Ihnen mit Ihren Angehörigen bleibt, kann durch das Leben im Alters- oder Pflegeheim eine andere Qualität bekommen – eine bessere Qualität.

    Link

    Zusammenfassung der Studie RESPONS «Lebens- und Pflegequalität im Pflegeheim» (2015).

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  • Welche unabhängigen Anlauf- und Beratungsstellen gibt es, und für welche Themen?

    Eine Vielzahl von unabhängigen Anlauf- und Beratungsstellen bietet Seniorinnen und Senioren ein umfassendes Dienstleistungsangebot. Die folgenden Dienstleister können Ihnen weiterhelfen und werden ...

    Eine Vielzahl von unabhängigen Anlauf- und Beratungsstellen bietet Seniorinnen und Senioren ein umfassendes Dienstleistungsangebot. Die folgenden Dienstleister können Ihnen weiterhelfen und werden Sie bei besonderem Beratungsbedarf mit weiteren Angeboten vernetzen:

    Pro Senectute unterstützt Sie mit einem Netz von 130 Beratungsstellen in allen Regionen bei Fragen rund um Finanzen, Vorsorge, Pflegehilfe, Seniorenbetreuung und Wohnen im Alter. Jedes Gespräch in der Sozialberatung findet mit einer ausgewiesenen Fachperson statt. Es ist unentgeltlich und unterliegt der beruflichen Schweigepflicht. Viele Gemeinden beauftragen kantonale Pro-Senectute-Organisationen mit dem Führen einer kostenlosen und neutralen Anlauf- und Beratungsstelle.

    Die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA (Deutschschweiz, 058 450 60 60), alter ego (Romandie/Tessin, 0848 00 13 13) sind Ansprechpartner bei Konflikt- und Gewaltsituationen im Alter, die für die Betroffenen unüberwindbar geworden sind.

    Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung oder in Ihrem Kanton (Gesundheits- und Sozialdepartemente) über das vielfältige lokale oder kantonale Angebot der Anlauf- und Beratungsstellen.

    Links

    Pro Senectute Schweiz (Klicken Sie auf «In Ihrer Nähe», um zu Ihrem Kanton zu gelangen)
    Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA

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  • Wo finde ich Erklärungen zu psychischen und geistigen Krankheiten und Beeinträchtigungen?

    Es ist die Aufgabe einer Fachperson, also von Psychiaterinnen und Psychiatern und Psychologinnen und Psychologen, eine psychische oder geistige Krankheit zu diagnostizieren. Die Anzeichen (Symptome) ...

    Es ist die Aufgabe einer Fachperson, also von Psychiaterinnen und Psychiatern und Psychologinnen und Psychologen, eine psychische oder geistige Krankheit zu diagnostizieren. Die Anzeichen (Symptome) einer psychischen Störung tragen zu deren Bestimmung (Diagnose) bei.

    Zwei Fachgesellschaften beschäftigen sich mit psychiatrischen bzw. psychischen Störungen im Alter. Die Schweizerische Gesellschaft für Alterspsychiatrie und -psychotherapie ist die Fachvereinigung der in der Schweiz tätigen Psychiater/innen und Psychotherapeuten/innen, die sich mit alterspsychiatrischen Störungen befassen. Die Schweizerische Fachgesellschaft für Gerontopsychologie ist das Netzwerk für Psychologinnen und Psychologen im Altersbereich.

    Detaillierte Beschreibungen psychischer Störungen sind in der von der Weltgesundheitsorganisation WHO erstellten Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) zu finden. Die aktuell gültige Fassung führt in Kapitel V psychische und Verhaltensstörungen inkl. Störungen der psychischen Entwicklung auf. In der Schweiz verwenden die Leistungserbringer (u. a. Spitäler und Kliniken, einschliesslich Psychiatrie-, Rehabilitations- und Spezialkliniken) für die Kodierung der Diagnosen eine auf der WHO-Klassifikation basierende Systematik. Diese wird vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information erstellt.

    Links

    Schweizerische Gesellschaft für Alterspsychiatrie und -psychotherapie
    Schweizerische Fachgesellschaft für Gerontopsychologie
    Internationale Klassifikation der Krankheiten (Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen)
    Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information

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  • Wo kann ich mich über Finanzierung, Organisation, Ab-/Anmeldung und Vorgehen beim Heimeintritt beraten lassen?

    In erster Linie ist das Alters- und Pflegeheim der richtige Ansprechpartner bei Fragen rund um den Heimeintritt. Die Institution kennt die Abläufe und das Prozedere der neu eintretenden Bewohnerinnen ...

    In erster Linie ist das Alters- und Pflegeheim der richtige Ansprechpartner bei Fragen rund um den Heimeintritt. Die Institution kennt die Abläufe und das Prozedere der neu eintretenden Bewohnerinnen und Bewohner sehr gut. Sie ist in der Regel auch gut dokumentiert (Broschüren, Webseite usw.), sodass man die Informationen in aller Ruhe studieren kann (siehe auch Frage «Welche administrativen Schritte vor dem Heimeintritt müssen mit dem Heim gemacht werden?»).

    Wenn das Alters- und Pflegeheim in einem anderen Kanton liegt als das bisherige Zuhause, ist Vorsicht geboten. Es braucht unbedingt zusätzliche Abklärungen zwischen der ausgewählten Institution im Kanton A und der Herkunftsgemeinde im Kanton B. Dies deshalb, weil die Finanzierung der Pflegerestkosten, welche die öffentliche Hand übernimmt, gesetzlich erst unbefriedigend gelöst ist.

    Informationen über und Hilfsmittel für die Vorbereitung auf einen Heimeintritt bieten verschiedene Kantonalverbände von CURAVIVA sowie Pro Senectute auf ihren Webseiten an.

    Links

    CURAVIVA Kantonalverbände
    CURAVIVA Suchmaschine heiminfo.ch für soziale Institutionen in der Deutschschweiz

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