CURAVIVA Schweiz - Fachinformationen - Heimeintritt und Aufenthalt - Heimaufenthalt
Heimaufenthalt

Heimaufenthalt

  • Werden meine speziellen Diäten und Ernährungsgewohnheiten im Alters- und Pflegeheim berücksichtigt?

    In Alters- und Pflegeheimen sind die Mahlzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner oft der Tageshöhepunkt. Sie sind eine angenehme Abwechslung, strukturieren den Tag, geben Gelegenheit zu sozialen ...

    In Alters- und Pflegeheimen sind die Mahlzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner oft der Tageshöhepunkt. Sie sind eine angenehme Abwechslung, strukturieren den Tag, geben Gelegenheit zu sozialen Kontakten, bieten Gesprächsstoff... kurz: Das Morgen-, Mittag- und Abendessen erfreut die Seele (siehe auch Frage «Wie sieht das Verpflegungsangebot (Essensangebot allgemein/Cafeteria/Restaurant) in Alters- und Pflegeheimen aus).

    Damit die Freude ungetrübt bleibt, müssen auch die Qualität und die Verträglichkeit der Speisen stimmen. In den Alters- und Pflegeheimen leben immer mehr hochbetagte Menschen mit spezifischen Ernährungsbedürfnissen (u. a. bei Verdauungsbeschwerden, Milchzucker- oder Gluten-Unverträglichkeit, Übergewicht oder einem künstlichen Darmausgang Stoma). Die Betriebsleitung und die Heimköche stellen deshalb hohe Ansprüche an die gesunde bzw. bedarfsgerechte Ernährung im hohen Alter.

    Wie genau spezielle Diäten und Ernährungsgewohnheiten berücksichtigt werden, können Sie direkt vor Ort erfahren. Alters- und Pflegeheime veranstalten regelmässig Besuchstage und beraten Sie gern auch in Ernährungsfragen.

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  • Welche therapeutischen Leistungen (z. B. Massagen, Physiotherapie) bieten die Alters- und Pflegeheime an?

    Neben Begleitung, Betreuung und Pflege brauchen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen eine sehr gute medizinische und therapeutische Versorgung. Diese muss von den Institutionen ...

    Neben Begleitung, Betreuung und Pflege brauchen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen eine sehr gute medizinische und therapeutische Versorgung. Diese muss von den Institutionen organisiert und koordiniert werden. Im Dienstleistungsangebot der Institution, aufgrund persönlicher Nachfrage oder auf ärztliche Verordnung hin stehen in der Regel folgende Leistungen zur Verfügung:

    • Ergo- und Physiotherapie
    • Massagen
    • Aktivierung und Fitnessangebote
    • Ernährungsberatung
    • Medizinische Fusspflege (Podologie)
    • Psychogeriatrie und Gerontopsychologie


    Die Angebote sind nicht einheitlich geregelt. Die meisten Alters- und Pflegeheime informieren auf ihren Internetseiten transparent über die Möglichkeiten. Schauen Sie sich die Institutionen direkt vor Ort an und erkundigen Sie sich, wie medizinische und therapeutische Leistungen organisiert werden! Alters- und Pflegeheime veranstalten Besucheranlässe und beraten Sie jederzeit gern auch auf persönliche Anfrage.

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  • Wie sieht das Verpflegungsangebot (Essensangebot allgemein/Cafeteria/Restaurant) in Alters- und Pflegeheimen aus?

    In Alters- und Pflegeheimen sind die Mahlzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner oft der Tageshöhepunkt. Sie sind eine angenehme Abwechslung, strukturieren den Tag, geben Gelegenheit zu sozialen ...

    In Alters- und Pflegeheimen sind die Mahlzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner oft der Tageshöhepunkt. Sie sind eine angenehme Abwechslung, strukturieren den Tag, geben Gelegenheit zu sozialen Kontakten, bieten Gesprächsstoff... kurz: Das Morgen-, Mittag- und Abendessen erfreut die Seele.

    Auf ihren Internetseiten informieren die meisten Alters- und Pflegeheime transparent über das allgemeine Gastronomie-Angebot wie die aktuellen Menüpläne und die Öffnungszeiten der Cafeteria oder des Restaurants. Schauen Sie sich Alters- und Pflegeheime und ihre Verpflegungsangebote direkt vor Ort an! Die Institutionen veranstalten Besucheranlässe und beraten Sie gern auch zu Essensfragen.

    In den Alters- und Pflegeheimen leben immer mehr hochbetagte Menschen mit spezifischen Ernährungsbedürfnissen (u. a. bei Verdauungsbeschwerden, Milchzucker- oder Gluten-Unverträglichkeit, Übergewicht oder einem künstlichen Darmausgang Stoma). Die Betriebsleitung und die Heimköche stellen deshalb hohe Ansprüche an die gesunde bzw. bedarfsgerechte Ernährung im hohen Alter (siehe auch Frage «Werden meine speziellen Diäten und Ernährungsgewohnheiten im Alters- und Pflegeheim berücksichtigt).

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  • Welche Aktivierungsangebote, Aktivitäten und Anlässe stehen mir zur Verfügung?

    Unter Aktivierungsangeboten versteht man Tätigkeiten, die den Bewohnerinnen und Bewohnern von der Institution vermittelt werden. Die Aufgaben sind natürlich freiwillig, aber sie können das Bedürfnis ...

    Unter Aktivierungsangeboten versteht man Tätigkeiten, die den Bewohnerinnen und Bewohnern von der Institution vermittelt werden. Die Aufgaben sind natürlich freiwillig, aber sie können das Bedürfnis befriedigen, gebraucht zu werden. Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner mit Alltagsaktivitäten in eine Tages- und Wochenstruktur eingebunden werden, dann kann ihnen eine solche Beschäftigung Sinn stiften und die Lebensfreude stärken. Deshalb kommt der Aktivierung und aktiven Mitgestaltung des Alltags eine hohe Bedeutung zu – nicht nur, was die Tätigkeit an sich betrifft, sondern auch als soziale Aktivität mit den Mitmenschen. Das Ziel der Aktivierung ist die Erhaltung der geistigen und körperlichen Fähigkeiten – immer unter Berücksichtigung der Interessen und Möglichkeiten. Und wer geistig, körperlich und sozial aktiv bleibt, hat ein besseres Wohlbefinden – auch im hohen Alter.

    Es gibt zwei Arten der Aktivierung: erstens die Aktivierungstherapie durch speziell ausgebildete Fachpersonen. Gezielt eingesetzte aktivierungstherapeutische Mittel und Methoden wie musische, kognitive, gestalterische, körperorientierte und lebenspraktische Aktivitäten sollen den Betroffenen die vorhandenen Fähigkeiten bewusstmachen. Die Aktivierungstherapie findet mit Einzelpersonen oder in Gruppen statt.

    Die zweite Art von Aktivierung betrifft die Alltagsgestaltung in der Institution; die Tätigkeiten können aber auch ausseralltägliche Aktivitäten umfassen. Nicht selten handelt es sich um Gruppenaktivitäten, deren Durchführung von Freiwilligen unterstützt wird. Die Möglichkeiten sind zahlreich, wie das Beispiel des Zentrums Tharad in Derendingen SO zeigt:

    Körperliche Aktivitäten:

    • Training zur Verbesserung der Körperhaltung
    • Geschicklichkeitsübungen
    • Verbesserung und Erhaltung der Mobilität


    Kreative Aktivitäten:

    • malen, zeichnen
    • stricken, häkeln
    • Dekoration
    • werken


    Geistige Aktivitäten:

    • Gespräche
    • Gedächtnistraining
    • Filmvorführungen
    • vorlesen


    Gesellige und soziale Aktivitäten:

    • singen und spielen
    • Feste
    • Brunch oder Kaffee mit Angehörigen
    • grillieren
    • Theater- oder Zirkusbesuche
    • jassen
    • Lotto


    Alltagsgestaltung:

    • persönliche Einkäufe
    • Gottesdienste
    • Wäsche sortieren und zusammenlegen
    • backen und kochen
    • Gemüse rüsten


    In den Alters- und Pflegeheimen werden zudem zu besonderen Anlässen im Jahreskalender spezielle Programme und Feierlichkeiten organisiert, so etwa an Ostern, Weihnachten oder am 1. August. Welche Anlässe und Feierlichkeiten, Aktivierungsangebote und -therapien zur Verfügung stehen, hängt von der Institution ab. Viele Institutionen führen einen Veranstaltungskalender, der online zugänglich ist.

    Link

    Aktivierung und Alltagsgestaltung am Beispiel des Zentrums Tharad in Derendingen SO
    Öffentliche und interne Veranstaltungen am Beispiel des Zentrums Tharad in Derendingen SO

     

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  • Welche Infrastruktur wird in den Alters- und Pflegeheimen angeboten?

    Wie ein Alters- und Pflegeheim von der Infrastruktur her ausgestattet ist, variiert stark. Erkundigen Sie sich bei den Institutionen, für die Sie sich interessieren, und vergleichen Sie diese ...

    Wie ein Alters- und Pflegeheim von der Infrastruktur her ausgestattet ist, variiert stark. Erkundigen Sie sich bei den Institutionen, für die Sie sich interessieren, und vergleichen Sie diese miteinander. Gerne zeigt man Ihnen die Situation auch vor Ort.

    Einen guten Überblick bietet die Website heiminfo.ch. Hier kann man Institutionen gezielt nach Wohnform und Kanton suchen. In einem zweiten Schritt kann die Suche verfeinert werden – auch punkto Infrastruktur. So können zum Beispiel Institutionen gesucht werden, die gewisse Einrichtungsgegenstände wie Nachttisch, Kleiderschrank sowie Tisch und Stühle von sich aus stellen.

    Je nach Institution werden Einzel-, Doppel- und/oder Mehrbettzimmer angeboten; teilweise gibt es sogar Zimmer mit Balkon. Zum Zimmer gehört entweder eine eigene Toilette bzw. ein eigenes Bad, oder es stehen Gemeinschaftsbäder zur Verfügung. In der Regel haben die Zimmer heute TV-, Telefon- und – immer häufiger – Internetanschluss. Es gibt gemeinschaftliche Aufenthalts- und Essensräume, zudem führen viele Alters- und Pflegeheime heute auch eine Cafeteria und/oder ein Restaurant. Nicht selten lädt ein Garten zu Spaziergängen ein.

    Meistens können die Zimmer, mit Ausnahme des Pflegebettes, mit den eigenen Möbeln eingerichtet werden. Bitte beachten Sie aber auch hier, dass sich die Regelung je nach Institution und Wohnangebot (Einzel-/Doppel-/Mehrbettzimmer) unterscheiden kann. Die Alters- und Pflegeheime geben Ihnen darüber gerne Auskunft (siehe auch Frage «Was kann und muss ich ins Alters- oder Pflegeheim mitnehmen?»).

    Links

    CURAVIVA Suchmaschine heiminfo.ch für soziale Institutionen in der Deutschschweiz

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  • Muss ich im Alters- und Pflegeheim auch Billag-Gebühren für Radio und TV bezahlen?

    In der Schweiz muss jeder Haushalt, in dem Geräte stehen, mit denen sich Radio hören oder fernsehen lässt, Gebühren bezahlen. Diese werden von der Firma Billag einkassiert – man spricht im ...

    In der Schweiz muss jeder Haushalt, in dem Geräte stehen, mit denen sich Radio hören oder fernsehen lässt, Gebühren bezahlen. Diese werden von der Firma Billag einkassiert – man spricht im Volksmund deshalb von den Billag-Gebühren. Mit ihnen werden diverse Radio- und TV-Programme finanziert. Grundsätzlich müssen auch Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen Radio- und Fernsehgebühren bezahlen, wenn sie entsprechende Empfangsgeräte besitzen.

    Von der Gebührenpflicht sind allerdings zwei Personengruppen ausgenommen: erstens die Empfänger von Ergänzungsleistungen – und somit rund 60 Prozent aller in Alters- und Pflegeheim lebenden Personen. Zweitens sind stark pflegebedürftige Personen gebührenbefreit (auch wenn sie keine Ergänzungsleistungen beziehen). Konkret sind damit Bewohnerinnen und Bewohner gemeint, die in Pflegestufe 5 (ab 81 Minuten Pflege pro Tag) oder höher eingestuft sind.

    Eine Befreiung von der Gebührenpflicht bei starker Pflegebedürftigkeit muss bei der Billag beantragt werden. Auf dem entsprechenden Formular muss die Institution die starke Pflegebedürftigkeit bestätigen.

    Link

    Billag-Formular Gesuch um Befreiung von der Melde- und Gebührenpflicht

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  • Wie wird mein Pflege- und Betreuungsbedarf gehandhabt?

    Wie stark pflegebedürftig man ist, wird mit einem sogenannten Pflegebedarfsinstrument gemessen und aufgrund einer ärztlichen Verordnung individuell festgelegt. In der Schweiz finden heute drei ...

    Wie stark pflegebedürftig man ist, wird mit einem sogenannten Pflegebedarfsinstrument gemessen und aufgrund einer ärztlichen Verordnung individuell festgelegt. In der Schweiz finden heute drei Instrumente Anwendung (BESA, RAI/RUG, Plaisir). Jedes Alters- und Pflegeheim arbeitet mit dem gleichen System für alle Bewohnerinnen und Bewohner.

    Der festgestellte Pflegebedarf wird in Minuten pro Tag ausgewiesen. Je nach Minutenzahl wird man in eine von zwölf Pflegestufen eingeteilt. Die Pflegestufe ist relevant für die Pflegefinanzierung, an dem sich die Krankenversicherung innerhalb einer bestimmten Bandbreite, die Bewohnerin/der Bewohner mit einem Maximalbetrag von CHF 21.60 pro Tag und die öffentliche Hand für die Restkosten beteiligen.

    Die Evaluation des Pflegebedarfs muss mindestens alle sechs Monate neu durchgeführt werden – oder bei einer plötzlichen Veränderung des individuellen Pflegebedarfs. Sie ist lückenlos zu dokumentieren, und die/der betroffene Bewohner/in hat ein Einsichtsrecht.

    Vom Pflegebedarf ist der Betreuungsbedarf abzugrenzen. Dieser wird in der Regel unabhängig von der Pflegebedürftigkeit in Form einer Tagespauschale vereinbart, die vollumfänglich durch die Bewohnerin/den Bewohner zu finanzieren ist. Der Betreuungsaufwand während der Aufenthaltsdauer in einem Alters- und Pflegeheim ist sehr unterschiedlich. Eine individuelle, detaillierte Einzelverrechnung aller Betreuungsleistungen wäre nicht effizient und ist deshalb unüblich.

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  • Habe ich freie Arztwahl im Heim?

    Grundsätzlich muss die freie Arztwahl auch für Bewohnerinnen und Bewohner eines Alters- und Pflegeheims sichergestellt sein. Das heisst, in Institutionen mit eigenem (angestelltem) Heimarzt braucht ...

    Grundsätzlich muss die freie Arztwahl auch für Bewohnerinnen und Bewohner eines Alters- und Pflegeheims sichergestellt sein. Das heisst, in Institutionen mit eigenem (angestelltem) Heimarzt braucht es das Einverständnis der Bewohnerin/des Bewohners, dass sie/er freiwillig auf den Beizug des bisherigen Hausarztes verzichtet.

    Die Frage nach der Arztwahl sollte vor dem Heimeintritt mit den Verantwortlichen der Institution abgeklärt werden.

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  • Wie wird mit dem Thema Sexualität im Alters- und Pflegeheim umgegangen?

    Sexualität ist bis heute ein gewisses Tabu geblieben, insbesondere die Sexualität im Alter. Trotzdem wird sie immer häufiger Gegenstand von Diskussionen zwischen Fachleuten. Aus professioneller Warte ...

    Sexualität ist bis heute ein gewisses Tabu geblieben, insbesondere die Sexualität im Alter. Trotzdem wird sie immer häufiger Gegenstand von Diskussionen zwischen Fachleuten. Aus professioneller Warte sollten Gefühle und Sexualität im Alters- und Pflegeheim heute gleich behandelt werden wie Glaube und Spiritualität: als persönliche Werthaltung, welche die Bewohnerinnen und Bewohnern bewahren und ausleben können sollen. Natürlich können das Leben in einer Gemeinschaft und die Abhängigkeit von Betreuung und Pflege zu gewissen Konflikten zwischen diesen Werten und deren Entfaltungsmöglichkeiten führen. Es gehört zu den Aufgaben der Betreuungs- und Pflegefachpersonen, Lösungen zu finden, die den Betroffenen trotz Einschränkungen ein erfülltes Gefühls- und Sexualleben ermöglichen.

    Eine fortschrittliche Haltung legt z.B. der Kanton Waadt an den Tag. Dort ist die Respektierung des Gefühlslebens und der sexuellen Aktivität der Bewohnerinnen und Bewohner eine Voraussetzung für die Erneuerung der Betriebsbewilligung von Institutionen. Und an der Haute école de travail social et de la santé in Lausanne läuft die schweizweit erste wissenschaftliche Studie zum Thema: «Vie sexuelle et affective dans le grand-âge : entraves et facilitations de la vie en institution». Mit der Publikation der Forschungsergebnisse ist im Mai 2018 zu rechnen.

    Link

    Kurzbeschrieb der Studie «Vie sexuelle et affective dans le grand-âge : entraves et facilitations de la vie en institution» (nur in Französisch)

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  • Wo kann ich mich hinwenden, wenn ich im Alters- oder Pflegeheim ein Problem/eine Beschwerde habe?

    Egal, welches Problem auftaucht oder worüber sich Bewohnerinnen und Bewohner beschweren möchten: Der erste Ansprechpartner dafür sollte immer die Heimleitung sein. Wenn mit dieser keine ...

    Egal, welches Problem auftaucht oder worüber sich Bewohnerinnen und Bewohner beschweren möchten: Der erste Ansprechpartner dafür sollte immer die Heimleitung sein. Wenn mit dieser keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann, gibt es verschiedene externe Anlaufstellen:

    • die kantonalen Heimverbände von CURAVIVA Schweiz;
    • die kantonalen Behörden, insbesondere die Gesundheits- und Sozialbehörden, die für die Betriebsbewilligungen der Institutionen zuständig sind und eine Aufsichtsfunktion ausüben;
    • die sprachregionalen Vereinigungen, die auf Beschwerdefälle im Alter spezialisiert sind: die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA (Deutschschweiz); alter ego, association pour la prévention de la maltraitance envers les personnes âgées (Romandie); Pro Senectute Ticino (Tessin);
    • die Polizei, wenn eine mögliche Straftat wie Diebstahl oder Körperverletzung vorliegt.


    Da all diese Akteure voneinander wissen und sich regelmässig austauschen, spielt es keine Rolle, wenn man sich an die «falsche» Stelle wendet – man wird schnell und unbürokratisch weitergeleitet. In jedem Fall werden Sie aber auch bei den externen Anlaufstellen darauf aufmerksam gemacht, dass sich in erster Linie die Heimleitung um die Problemlösung bemühen muss.

    Links

    CURAVIVA Kantonalverbände
    Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA (deutschsprachige Schweiz)
    alter ego, association pour la prévention de la maltraitance envers les personnes âgées (französischsprachige Schweiz)
    Pro Senectute Ticino (italienischsprachige Schweiz)

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  • Wie sieht der Heimalltag aus?

    In der Schweiz gibt es rund 1700 Alters- und Pflegeheime unterschiedlichster Art – und genauso individuell ist der Heimalltag. Die Institutionen respektieren die Gewohnheiten und Vorlieben ...

    In der Schweiz gibt es rund 1700 Alters- und Pflegeheime unterschiedlichster Art – und genauso individuell ist der Heimalltag. Die Institutionen respektieren die Gewohnheiten und Vorlieben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Sie organisieren ihre Abläufe nach dem Selbstverständnis, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Leben möglichst so wie ihren Alltag vor dem Heimeintritt gestalten können. So werden beispielsweise A-la-carte-Menüs angeboten, oder das Pflegepersonal passt seine Tätigkeiten dem Schlafrhythmus der Bewohnerinnen und Bewohner an, lässt sie ausschlafen oder tauscht sich mit ihnen vor dem Zubettgehen bei einer Tasse Tee aus.

    Was in allen Alters- und Pflegeheimen als Grundangebot erwartet werden kann:

    • Bei Bedarf medizinische und therapeutische Pflege.
    • Aktivierungsangebote in der Gruppe wie Musiktherapie, Kochatelier, Erinnerungsworkshop, Lotto, Museumsbesuch, auswärts essen, Kinobesuch usw.
    • Individuelle soziokulturelle Begleitung nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner.
    • Betreuung bei der Bewältigung von alltäglichen Aktivitäten wie anziehen, essen, Zähne putzen, Haare waschen usw.
    • In vielen Institutionen gibt es eine eigene Cafeteria oder ein Restaurant. Die Mahlzeiten können – je nach Vorliebe und Gesundheitszustand – im Zimmer bzw. auf der Abteilung oder gemeinsam mit anderen Bewohnerinnen und Bewohner im Restaurant eingenommen werden.
    • Viele Alters- und Pflegeheime haben eine Gartenanlage, die für Spaziergänge geeignet ist.
    • Zusätzliche Angebote wie Pedicure, Coiffeur, Massagen etc. können heute in vielen Institutionen in Anspruch genommen werden.


    Weitere Angebote unterscheiden sich von Institution zu Institution. Zum Beispiel können nicht überall Haustiere gehalten werden. Rauchen ist oft nur in bestimmten Zonen oder Raucherräumen möglich. Seine Wertsachen kann man immer sicher verwahren – wenn nicht im eigenen Zimmer, dann in einem zentralen Depot. Auch die seelsorgerischen Angebote und die Transportmöglichkeiten sind verschieden. All diese und weitere Fragen zum Heimalltag kann die Institution am besten beantworten (siehe auch Fragen «Welche Infrastruktur wird in den Alters- und Pflegeheimen angeboten?» und «Welche Aktivierungsangebote, Aktivitäten und Anlässe stehen mir zur Verfügung?»).

    In allen Institutionen sind Besuche von Angehörigen selbstverständlich willkommen, wobei die Besuchszeiten heute kaum mehr eingeschränkt sind. Mancherorts ist sogar ein Ferienaufenthalt mit mehreren Übernachtungen in der Institution möglich. Für potenzielle Heimbewohnerinnen und -bewohner lohnt sich dies besonders, können sie sich doch ein gutes Bild über den künftigen Heimalltag machen.

    Eine Heimbesichtigung und Unterlagen zur Institution liefern wertvolle Informationen über Angebote, Abläufe, das Menschenbild und die Umgangsphilosophie.

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