Forschung und Praxis - Fachinformationen - Forschung und Praxis

Forschung und Praxis

Innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte tragen wesentlich zur Weiterentwicklung der Heime und der sozialen Institutionen bei. Erfahrungen und Beobachtungen aus der Praxis sind wertvolle Ergänzungen zum theoretischen Wissen.

CURAVIVA Schweiz koordiniert und fördert den Austausch zwischen Forschungs- und Praxispartnern. Der nationale Branchenverband

  • beobachtet laufende Forschungsprojekte und stellt relevante Ergebnisse zu den unten aufgeführten Themen zur Verfügung.
  • engagiert sich über ein grosses Netzwerk damit für Institutionen relevante Themen den Weg in die Forschung finden.

Ihre Anliegen

Wo sehen Sie Handlungsbedarf und Entwicklungspotenzial im Sozial- und Gesundheitsbereich? Verfügen Sie über Inputs aus der Praxis zu einem spezifischen Thema, welches für die Forschung relevant sein könnte?

Kontaktieren Sie uns

Ihre Teilnahme

Würden Sie sich dazu bereiterklären, an einem Forschungsprojekt als Praxisinstitution teilzunehmen? Geben Sie uns an, welche der aufgeführten Themenbereiche Sie interessiert.

Gerne vermitteln wir Sie

Behinderung und Alter

Brückenschlag zwischen Sozial- und Gesundheitsbereich.
Die Branche hat bereits erste integrierte Betreuungs- und Pflegeansätze entwickelt, um Menschen mit Behinderung im Pensionsalter ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Diese Ansätze aus der Praxis sind auch für Forschende auf der Suche nach empirischen Nachweisen wertvoll. Auch der Umgang mit Mehrfacherkrankungen und Polypharmazie bei Menschen mit Behinderung ist ein zentraler Forschungsbereich.

Projekte mit CURAVIVA Schweiz als Praxispartner 

«Behinderung und Alter in der Stadt Basel - Angebot und Angebotsentwicklung». Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH)

«Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung, Länggschnittstudie ab dem 50. Altersjahr.» Internationale Hochschule für Heilpädagogik (HfH)

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen (SZB): SZBLIND – Studienreihe und Forschungsberichte

 


Betriebswirtschaft

Die Effektivität fördern. 
Finanzfragen im Sozial- und Gesundheitsbereich werden aktuell viel diskutiert und sind forschungsrelevant. Dazu gehören beispielsweise Fragen zur Betriebsproduktivität und -effizienz, zur Leistungsfinanzierung, zum Reporting, zum Benchmarking oder zu Schwankungsfonds.

Projekte mit CURAVIVA Schweiz als Praxispartner

  • «Schwankungsfonds Kantonale Leistungsfinanzierung im Umbruch.» FFHS Fernfachhochschule Schweiz
  • «Zeitgemässe BW Instrumente Kantonale Leistungsfinanzierung im Umbruch - Entwicklung Instrumente KORA KORE.» FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz; FFHS Fernfachhochschule Schweiz, SUPSI Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana.

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Brüggli, Sozialunternehmen: Sozialbilanz – Instrument zur Berechnung des Mehrwerts eines Betriebs für die Gesellschaft

Finanzierung der sozialen Institutionen im Umbruch. Soziale Sicherheit CHSS, publizistische Plattform des Bundesamtes für Sozialversicherungen – Ressortforschung.

 


Demenz

Begleitung und Pflege. 
Fragen nach dem Ursprung, Möglichkeiten der Differenzialdiagnose von Demenzerkrankungen, Linderungs- und Präventionsmöglichkeiten sowie der Wirkung diverser Pflege- und Betreuungsansätze beschäftigen heute unterschiedliche Fachbereiche der Sozial- und Gesundheitsbranche. Innovative Ansätze aus der Praxis sollen durch Forschungsnetzwerke aufgenommen werden und neuste Erkenntnisse in die Praxis zurückfliessen.

Projekte mit CURAVIVA Schweiz als Praxispartner 

«Active Assisted Living – Lichtgestaltung für Menschen mit Demenz». FHSG Fachhochschule St. Gallen in Kooperation mit anderen Hochschulen.

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

CURAVIVA Schweiz: Demenzbox

 


Digitalisierung

eHealth, mHealth und Co. 
Themen wie assistierende Technologien, Vernetzung sozialräumlicher Angebote oder Technologieparks als integrierte Sozial- und Gesundheitsversorgungsmodelle bieten Potenzial für die Weiterentwicklung der Branche. Auch Praxiserfahrungen bei der Implementierung des elektronischen Patientendossiers werden bald wertvolle Inputs für Forschungsfragen liefern.

Projekte mit CURAVIVA Schweiz als Praxispartner

Kooperationsprojekt Forschung und Praxis CURAVIVA Schweiz: Umfrage zum Stand der Digitalisierung und des Technikeinsatzes in Organisationen für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT): Informationsplattform Personalisierte Gesundheit

Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Soziale Arbeit (FHNW) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW): Generation Smartphone – Forschungsprojekt mit partizipativem Ansatz zur Smartphonenutzung von Jugendlichen

Egovernement Schweiz: Rechtlicher Rahmen zur Nutzung von Cloud Diensten

Laufende Forschungsprojekte und Initiativen

Eidgenössisch technische Hoschschulen Lausanne und Zürich (EPFL und ETHZ), Universitäten Zürich und Bern (UZH, UniBe), Institut Dalle Molle di Studi sull’Intelligenza Artificiale (IDSIA) de Lugano: Nationaler Forschungsschwerpunkt (NFS) Robotik – Intelligente Roboter für eine verbesserte Lebensqualität (2010 – 2022) (nur in französisch und englisch)

Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW): Robo-Lab - Soziotechnische Gestaltung der Interaktion mit kollaborierenden Robotern.

 


Frühförderung

Rahmenbedingungen für Kinder im Vorschulalter. 
Kinder im Vorschulalter bilden eine besonders vulnerable Bevölkerungsgruppe. Um diese Gruppe zu stärken, setzt CURAVIVA Schweiz in Zusammenarbeit mit der Forschung den Fokus auf Themen wie Chancengleichheit bei Schuleintritt oder den Umgang von Eltern mit Überforderungsgefühlen sowie auf die systematische Analyse der Wirkung von Präventionsmassnahmen in diesen Themenbereichen.

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Nationales Zentrum Frühe Hilfen Österreich:

Frühe Hilfen in Österreich

Netzwerk Familie

Laufende Forschungsprojekte und Initiativen

Jakobs Foundation und Roger Federer Foundation (2016 – 2020): Primokiz2 – Für eine Politik der frühen Kindheit Partizipationsmöglichkeit für Gemeinden, Regionen oder Kantone

Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana SUPSI und Jacobs Foundation (2016 – 2020): TIPI – Ticino Progetto Infanzia (Link SUPSI, nur in italienisch verfügbar)

Universitäten Lausanne, Fribourg, Zürich: SPLASHY „Swiss Preschooler‘s Health Study“ - nationale Studie zur Gesundheit von Vorschulkindern in der Schweiz.

Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel; Kinder & Jugend: Empathie und Emotions- und Stressregulation

 


Lebensende

Würdig leben bis zum Ende.
Die Begleitung, Betreuung und Pflege von Menschen am Lebensende, die Wahrung der grösstmöglichen Selbstbestimmung und Würde, sind essenzielle Bestandteile des Lebens. Im Sinne eines würdigen und selbstbestimmten Lebensendes spielt auch die Vereinbarkeit der ökonomischen Aspekte und des Finanzierungssystems eine Rolle. Die Forschungsresultate des Nationalen Forschungsprogramms 67 (Lebensende) ermöglichen einen Wissenstransfer in die Praxis und Fortsetzungsprojekte.

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Nationales Forschungsprogramm (NFP) 67 Lebensende.

Podcast mit Markus Leser, Leiter Fachbereich Alter, zum Thema Schnittstellen NFP 67 und Praxis.

 


Lebensqualität

Ergebnisqualität in den Fokus setzen. 
Eine standardisierte Messung der Lebensqualität ist bis dato nicht vorhanden. Der Weg dahin kann über eine vertiefte Arbeit an der Ergebnisqualität, d.h. einer detaillierten und systematischen Analyse von Beobachtungen und Erkenntnissen aus der Praxis, führen. Zentral sind neben der Weiterentwicklung der Messmöglichkeiten von Lebensqualität auch Fragestellungen zur Personenzentrierung oder zur sozialen Inklusion und Partizipation.

Projekte mit CURAVIVA Schweiz als Praxispartner 

«ALLEGRA: Gesundheitsförderung für Bewohnende und Mitarbeitende in Heimen». Stiftung RADIX, Schweizerische Gesundheitsstiftung, Berner Fachhochschule.

«SHURP - RESPONSE: Swiss Nursing Homes Human Resources Project. Universität Basel und Berner Fachhochschule (BfH).

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen (SZB):

SZBLIND – Studienreihe

Forschungsberichte

Laufende Forschungsprojekte und Initiativen

Universitäten Lausanne und Genf: Nationaler Forschungsschwerpunkt (NFS) LIVES – Überwindung der Verletzbarkeit im Verlauf des Lebens (2011-2023)

Speziell: Die pflegenden Angehörigen und deren politische Vernachlässigung im Zentrum der Familienkonferenz

 


Mitarbeitende

Ressourcen und Kompetenzen im Sozial- und Gesundheitsbereich sicherstellen. 
Dank einem offenen Dialog zwischen Praxis und Forschung können Anforderungen an die professionellen Kompetenzen und die entsprechenden Aus- und Weiterbildungen des Personals definiert werden. Themen wie zum Beispiel Selbstbestimmung von Menschen mit einem Betreuungs- oder Pflegebedarf, digitale Technologien, Interdisziplinarität, Arbeitsplatzattraktivität sowie demografische Entwicklung und Fachkräftemangel stehen dabei im Fokus.

Projekte mit CURAVIVA Schweiz als Praxispartner

«SHURP - RESPONSE: Swiss Nursing Homes Human Resources Project» Universität Basel und Berner Fachhochschule (BfH)

 


Palliative Care

Umsetzung in die Praxis ist jetzt zentral.
Die Branche hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Erkenntnisse aus der Forschung zu Menschen in einer palliativen Situation, in der spezielle medizinisch-pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung zentral sind, fliessen in die Praxis ein. Diese Angebote gilt es auch auf Menschen mit Behinderung auszurichten, insbesondere auf Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Chaire de soins palliatifs gériatriques (CHUV) : Livre Blanc "Soins palliatifs gériatriques en Suisse romande" (nur in französisch verfügbar)

Plattform Palliative Care (PPC): Forum der nationalen Akteure und kantonalen Behörden im Bereich Palliative Care

Fachgesellschaft palliative.ch: Informationsplattform Palliative Care

Laufende Forschungsprojekte und Initiativen

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH): Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung – eine Längsschnittstudie

 


Psychische Gesundheit

Prävention, Resilienz, Behandlung. 
Für Forschungskooperation interessante Themenfelder sind allgemein die systematische Analyse der längerfristigen Auswirkungen von Präventionsmassnahmen (Wirkung) und die Verbesserung der Datenlage zur Prävalenz von psychischen Auffälligkeiten bei vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Konkrete Themen sind Menschen mit herausforderndem Verhalten, Agogik und Gewalt, Sucht, Cybermobbing, Traumata, Depressionen, gerontopsychiatrische Fragestellungen, (assistierter) Suizid und Suizidprävention.

Praxisrelevante Ergebnisse und Informationen

Universität Zürich und Schweizerische Gesundheitsstiftung Radix: feel-ok.ch – Jugendliche befähigen Herausforderungen zu bewältigen.

Laufende Forschungsprojekte und Initiativen

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Soziale Arbeit, Institut für Kinder- und Jugendhilfe: Care Leaver erforschen Leaving Care – Übergang in die Selbständigkeit.

Universitäre Psychiatrische Dienste Bern: Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel; Kinder & Jugend: Empathie und Emotions- und Stressregulation

Universität Genf: Nationale Forschungsschwerpunkt (NFS) Affektive Wissenschaften – Emotionen im individuellen Verhalten und in sozialen Prozesse. (2005-2017) (nur in französisch und englisch verfügbar)

 


Sozialraumorientierung

Innovative Unterstützungsformen und integrierte Versorgung. 
Übergeordnetes Ziel der Sozialraumorientierung ist es, die angebotsorientierte Hilfeplanung durch eine bedarfsorientierte Praxis abzulösen und eine sektorenübergreifende Versorgung sicherzustellen. Forschende sind dazu aufgerufen, die Praxis bei diesem Paradigmenwechsel zu unterstützen. Zu diesem Zweck stellt CURAVIVA Schweiz Praxisbeispiele zur Verfügung.

Projekte mit CURAVIVA Schweiz als Praxispartner 

«Care leavers und der Übergang ins Berufsleben, Familienarbeit bzw. die Unterstützung vom sozialen Umfeld von Menschen mit einem speziellen Betreuungs- und/oder Pflegebedürfnis».

«INTERCARE - Entwicklung eines pflegegeleiteten Versorgungsmodells für Pflegeheime». Nationales Forschungsprogramm (NFP) 74; Universität Basel

Laufende Forschungsprojekte und Initiativen

Age Stiftung, Zürich: Programm «Socius – wenn Älterwerden Hilfe braucht»

Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit, Insitiut Kinder- und Jugendhilfe: Wirkungen und Wirkfaktoren der Sozialpädagogischen Familienbegleitung auf das Familiensystem und seine Netzwerkressourcen