Berufsprofil

Der Beruf: Das Profil

Berufsprofil
Das Berufsfeld der schul- und familienergänzenden Betreuung erlebt eine dynamische Entwicklung. Die Zahl der Betreuungsplätze nimmt stetig zu, die Ansprüche an die Arbeit steigen, die Verbindungen zum Betreuungsumfeld, zum Elternhaus, zur Schule, aber auch zu unterstützenden Institutionen wird immer wichtiger. Professionelle Betreuungseinrichtungen erfüllen neben ihrem Grundauftrag zunehmend Aufgaben der Früherkennung, der Förderung und der Bildung der Kinder.
Die Entwicklungen im Berufsfeld sind ein wichtiger Teil der Ausbildung der Höheren Fachschule Kindererziehung und sie sind darum im Rahmenlehrplan verankert (Download rechts).


Betreuung, Erziehung und Bildung
Kindererziehung in Institutionen der FEB umfasst Aufgaben der Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern. Sie ist im Kern eine pädagogische Aufgabe, die eng mit dem sozialen Umfeld der betreuten Kinder, der Familien und der Betreuungsinstitution verknüpft ist. In diesem Sinn versteht sich Kindererziehung als Ergänzung und als zusätzliche Chance für Kinder und ihre Familien.

Im Zentrum der Kindererziehung steht das Kind, seine Entwicklung und sein Wohlergehen. Sie unterstützt die Entwicklung der Kinder in vielfältiger Weise und fördert die soziale, sprachliche und kulturelle Integration. Kinder wachsen und entwickeln sich. Die Arbeit in der FEB nimmt Veränderungen, Übergänge und Entwicklungen bewusst wahr und gestaltet sie.
In der FEB werden Kinder unterschiedlicher Herkunft von Geburt bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit umfassend und kontinuierlich betreut. Umfassend ist die Betreuung, weil sie nicht nur einen Teil der Bedürfnisse der Kinder abdeckt, sondern alle Bedürfnisse, die Kinder während der Betreuungszeit haben. Die Betreuung ist auf Kontinuität angelegt. Kinder sind in den Angeboten regelmässig und über eine bestimmte Zeitdauer anwesend. Es entstehen Beziehungen zwischen den Kindern und Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen. Die Kinderbetreuung bietet die Möglichkeit, Kinder gezielt zu begleiten und zu unterstützen.


Vernetzen und verknüpfen
Die FEB ist eingebettet in den Kontext von Familie, Schule, Sozial- und Gesundheitswesen. Die Kindererzieherinnen und Kindererzieher kennen sich im pädagogischen und sozialen System aus und sind darin vernetzt. Sie arbeiten mit Institutionen in ihrer fachlichen und räumlichen Umgebung wie Sozialbehörden, ärztliche und psychologische Dienste, Fach- und Beratungsstellen und mit der Schule zusammen.
Kindererzieherinnen und Kindererzieher HF verfügen über Grundkenntnisse von Problemstellungen oder Auffälligkeiten, die sich in der Entwicklung von Kindern, der Integration oder Fragen des Kinderschutzes ergeben können und sind so ein Teil eines Früherkennungssystems.
Die Betreuungseinrichtungen sind Orte, an denen Kinder mit sehr unterschiedlichen Hintergründen aufeinandertreffen und zusammenleben. Die Betreuungseinrichtungen leisten darum einen Beitrag zur Integration aller Kinder und zur Chancengerechtigkeit, besonders für Kinder aus benachteiligten Familien. Sie erfüllen eine Aufgabe im Interesse der gesamten Gesellschaft.
Eine zentrale Aufgabe der Kindererzieherinnen und Kindererziehen HF ist die Unterstützung der Kinder und ihrer Familie bei der Verknüpfung der Familien- und der Betreuungswelt und die Vernetzung mit dem pädagogischen und sozialen Umfeld der Einrichtung.


Führungsaufgaben in der Betreuungseinrichtung
Mit diesen Kompetenzen sind Kindererzieherinnen HF und Kindererzieher HF befähigt Führungsaufgaben in Betreuungseinrichtungen zu übernehmen. Sie kennen im Weitern Grundlagen der personellen, organisatorischen, administrativen und finanziellen Führung und unterstützen die Einrichtungsleitungen. Sie übernehmen fachliche Verantwortung in der Einrichtung und beraten die Führung in pädagogischer Hinsicht. Sie erarbeiten pädagogische Massnahmen in Bezug auf die Kindergruppe und einzelne Kinder und setzen sie im Team um.
 

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