Themen und Schwerpunkte

Das Studium: Themen und Schwerpunkte der Ausbildung

Themen der Ausbildung

Die Inhalte der Ausbildung sind in folgenden Studienbereichen zusammengefasst:

  • Grundlagen und Grundbegriffe: Pädagogische, entwicklungspsychologische und soziologische Grundlagen | die Bedeutung von Betreuung, Bildung und Erziehung in der Kinderbetreuung | Grundlagen der Wahrnehmung | Grundlagen der Arbeit im Berufsfeld Kinderbetreuung usw.
  • Pädagogisches Handeln im sozialen Kontext: Netzwerkarbeit | Professionelle Zusammenarbeit mit Eltern | handeln in Problemsituationen | Verschiedenheit und Integration usw.
  • Bildung und Didaktik in der FEB: Grundlagen der Didaktik | Grundlagen der Gestaltungspädagogik | Arbeiten mit Kindergruppen | Lernen im schulischen Umfeld | Grundlagen der einzelnen Bildungsbereiche | Gesundheit, Ernährung, Prävention usw.
  • Organisation, Recht und Finanzen: Rechtliche Grundlagen | Grundlagen der Organisationsentwicklung | Personalführung | Qualitätsentwicklung | Grundlagen der Finanzen | Hauswirtschaft und Administration usw.
  • Reflexion von Selbst- und Fremdbildern in der pädagogischen Arbeit: Ganzheitliche Persönlichkeitsbildung | Kommunikation | Professionelles Handeln | Berufsbild usw.
  • Leistungsausweise und Diplomierung

 


 

Schwerpunkte der Ausbildung

 

Die schul- und familienergänzende Betreuung als pädagogische Aufgabe
Die pädagogische Aufgabe in der Kinderbetreuung wird an der hfk hoch gewichtet. Die Arbeit in der Kinderbereuung ist auf das Wohl, die individuelle Entwicklung, die Integration und den Schutz der Kinder ausgerichtet. Entwicklungs- und Bildungsaspekte gewinnen in der Betreuungspraxis immer mehr an Bedeutung. Die Kinderbetreuung bietet einen Rahmen, in dem Kinder von möglichst vielen und verschiedenartigen Anregungen profitieren können, die ihre Entwicklung unterstützten. Die Kindererziehung ist ergänzend zur Familie und zur Schule ein Ort der Betreuung, der Erziehung und der Bildung.


Die schul- und familienergänzende Betreuung als eigenständiges Angebot mit spezifischen Aufgaben
Die familienergänzende Betreuung ist innerhalb der sozialen und pädagogischen Tätigkeiten eine eigenständige Aufgabe. Sie bietet Kindern durch ihre personellen, räumlichen und materiellen Ressourcen ein spezifisches Angebot mit zusätzlichen Chancen für ihre ganzheitliche Entwicklung. In diesem Sinn ist die Kinderbetreuung mehr als die Abdeckung von Betreuungslücken im Familien- und Schulalltag. Sie ergänzt die Betreuung, Bildung und Erziehung von Familie und Schule und hat faktisch einen Erziehungs- und Bildungsauftrag, von dem in der Ausbildung an der hfk ausgegangen wird.

 

Frühkindliche Bildung
Bildung in der schul- und familienergänzenden Betreuung geht von einem sehr umfassenden und ganzheitlichen Verständnis aus. Kinder sind von Beginn weg aktive und lernende Wesen, die auf eine Vielzahl von Anregungen in ihrer Umgebung angewiesen sind.
Bildungsarbeit heisst Kinder beobachten, ihre Entwicklungsbedürfnisse erkennen und ihnen gestützt darauf Angebote zu machen. Bildungsarbeit in der familienergänzenden Betreuung hat in diesem Sinn nicht mit dem Lernen in der Schule zu tun, sondern ist integriert in den Alltag und das Spiel der Kinder. Dieses Verständnis der frühkindlichen Bildung erfordert spezifische Grundlagen und Instrumente. Die hfk legt ein besonderes Gewicht auf dieses Thema und pflegt Kontakt zu Modellen, wie sie in der deutschen Schweiz am Entstehen sind.


Professionalität in der schulergänzenden Betreuung
Die schulergänzende Betreuung ist ein Lebensort für Kinder der, ergänzend zu Familie und Schule, einen Beitrag zur Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder leistet. Dabei lässt sich an den Grundlagen der frühkindlichen Bildung anknüpfen. Um den betreuten Kindern diese zusätzlichen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten überhaupt zu ermöglichen, ist die Qualität der Betreuung ein wichtiger Aspekt. Der ganze Bereich erfährt im Moment einen immensen Ausbau. Dieser verläuft sehr unterschiedlich, weil die schulergänzende Betreuung nur teilweise reglementiert ist und von Gemeinde zu Gemeinde verschieden organisiert wird. Dabei rücken Fragen der Qualität oft in den Hintergrund.
Die hfk setzt darum einen Akzent auf die Professionalität der schulergänzenden Betreuung in Bezug auf die pädagogische Arbeit, aber auch auf die Struktur und die Arbeitsprozesse.


Persönlichkeitsbildung
Die Persönlichkeit der Kindererzieherin/des Kindererziehers spielt in der Arbeit mit Kindern eine grosse Rolle. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie, mit eigenen Vorstellungen von Kindern und Kindsein und der eigenen pädagogischen Haltung ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung. Die Reflexion von Wissen und Erfahrungen in Bezug auf das Berufsbild und die eigenen pädagogischen Vorstellungen und Verhaltensweisen ist ein ständiger Bestandteil der Ausbildung.


Prozessorientiertes Lernen
Nachhaltiges Lernen knüpft an den vorhandenen Strukturen, am vorhandenen Wissen und den vorhandenen Erfahrungen der Lernenden an. Die Studierenden kommen mit unterschiedlichen Werdegängen, Themen und Lernbedürfnissen in die Ausbildung. Im Rahmen der Vorgaben des Rahmenlehrplanes und des Curriculums werden in der Ausbildung vielfältige Möglichkeiten geschaffen, damit die Studierenden eigenen Themen und Fragestellungen nachgehen können. In diesem Sinne widerspiegelt sich im Lernen im Rahmen der Ausbildung auch die erwartete Haltung gegenüber dem Lernen der Kinder in der beruflichen Praxis.


Praxisbezug
Die Verbindung von Theorie und Praxis ist von zentraler Bedeutung und wird durch den Wechsel zwischen schulischer und berufspraktischer Ausbildung sichergestellt. Schule und Praxis haben sich gegenseitig ergänzende Ausbildungsziele. Die Schule legt ein Schwergewicht auf die Beziehung zur Praxis, sei es zur Koordination der Ausbildung, zur Verankerung der Ausbildung in der aktuellen Berufsrealität oder sei es zur Evaluation und Weiterentwicklung der Ausbildung.

 

Einsatz von neuen Medien und Technologien
Neue Technologien und Medien sind ein wichtiger Teil der gesellschaftlichen Lebensrealität geworden. Kinder und Jugendliche haben dabei einen intuitiven Zugang und zunehmend auch einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung gegenüber Erwachsenen. Die Auseinandersetzung mit elektronischen Informations- und Unterhaltungsmöglichkeiten, ihrem Nutzen und den Problemen, die sie in Bezug auf Kinder und Jugendliche auslösen hat zum Verständnis der Lebenswelt und der Kultur von Kindern und Jugendlichen eine hohe Relevanz.
Nicht nur die thematische Auseinandersetzung, sondern auch die praktische Erfahrung im Umgang mit den Möglichkeiten neuer Technologien sind von Belang und eröffnen Kindererzieherinnen HF und Kindererzieher HF kreative und nutzbringende Möglichkeiten im Berufsalltag. Der Umgang mit audio-visuellen Hilfsmitteln und neuen Informationstechnologien wird in der Ausbildung HF Kindererziehung bewusst gefördert.


Einsatz von gestalterischen Mitteln
Musisch-kreative Lerneinheiten vermitteln den Studierenden zum einen vertiefte Kompetenzen im Umgang mit gestalterischen Mitteln im Berufsalltag. Diese bauen auf den in der Grundbildung erworbenen Kompetenzen auf und zielen und sind ein Werkzeug der ganzheitlichen Bildung und Erziehung der Kinder. Zum anderen erlauben die gestalterischen Fächer den Studierenden eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit.
 

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