Konzept «lange HF»

Das Studium: Konzept der langen HF

HF Kindererziehung für Personen ohne berufsspezifische Vorbildung (lange HF)

 Zur Ausbildung ohne berufsspezifische Vorbildung sind grundsätzlich alle Personen zugelassen, die eine Erstausbildung nach der obligatorischen Schulzeit abgeschlossen haben (Sekundarstufe 2). Dazu gehören Berufslehren (mindestens 3 Jahre), allgemeinbildende Schulen (Gymnasium, Fachmittelschule usw.) oder gleichwertige Ausbildungen.


Berufsintegrierte Ausbildung
Die Ausbildung erfolgt in der Schule, wie in der Praxis. Die Studierenden arbeiten zu mindestens 50% in einer Einrichtung der schul- oder familienergänzenden Betreuung von Kindern. Die Arbeitsstelle ist gleichzeitig Ausbildungsort. Die Einrichtung muss deshalb die Voraussetzungen der hfk als Ausbildungsbetrieb erfüllen.
Die Studierenden besuchen während der ganzen Ausbildung in der Regel einen Tag pro Woche den Unterricht an der Schule. Dazu kommen in jedem Studienjahr mehrere Blockwochen. Die Ausbildung dauert insgesamt 8 Semester.


Struktur und Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung beginnt mit einem Einführungsjahr, in dem die theoretischen und praktischen Grundlagen für das Folgestudium gelegt werden. Darauf aufbauend folgen das Grundstudium und das Hauptstudium, welche je rund 1,5 Jahre dauern. Pro Studienjahr sind rund 65 - 70 Präsenztage geplant. Die Schule findet abwechslungsweise an einem oder an zwei Schultagen pro Wochen statt (immer die gleichen Wochentage). Dazu kommen 2 - 4 Block- und Studienwochen pro Schuljahr.

 

Zusammenarbeit mit der Praxis
Die Ausbildung erfolgt sowohl in der Schule wie in der Praxis. Schulische und praktische Ausbildungsteile ergänzen sich und gewährleisten zusammen die Erreichung der angestrebten Berufskompetenzen. Die Ausbildung im Berufsfeld ist gleichwertig zur Ausbildung in der Schule und wird mit einer Promotion abgeschlossen, die bestanden werden muss. Die Ausbildungsinstitutionen übernehmen somit einen wichtigen Anteil der fachlichen Qualifizierung der Kindererzieherinnen und Kindererzieher in Ausbildung.

Die Ausbildungsinstitutionen müssen zwei grundlegende Bedingungen erfüllen:
• Sie müssen die zur Anerkennung erforderlichen Kriterien erfüllen;
• sie müssen über eine auf HF-Stufe anerkannte Praxisanleiterin/Praxisanleiter verfügen.

Weil Fachpersonen in der schul- und familienergänzenden Betreuung von Kindern bisher nur selten über anerkannte tertiäre Ausbildungen verfügen, ist die Anerkennung als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter auch über die Anerkennung von Äquivalenzen möglich.

Leistungsnachweise
Grundsätzlich werden alle Studienbereiche beurteilt, insbesondere die schulische und die berufspraktische Leistung sowie die personale und soziale Kompetenz.

Im Einführungsjahr und im Grundstudium erfolgt die Leistungsüberprüfung durch mündliche und schriftliche Prüfungen oder durch Arbeitsaufträge (Seminararbeit, Präsentationen, Praxisaufträge usw).
Am Ende des Einführungsjahres und des Grundstudiums erfolgt eine zusammenfassende Promotion, welche jeweils über die Fortsetzung des Studiums entscheidet.
Im Hauptstudium erfolgt die Leistungsüberprüfung in den diplomierungsrelevanten Bereichen durch eine Projektarbeit, eine Diplomarbeit und ein Diplomprüfungsgespräch.
Die Praxisqualifikation erfolgt durch die Praxisinstitution und mittels des von der hfk eingesetzten Qualifikationsinstrumentes.

Die Bewertung der personalen und sozialen Kompetenzen erfolgt auf der Basis des Kompetenzprofils. Insbesondere folgende Qualifikationen werden erfasst und beurteilt: Selbständigkeit, Leistungsfähigkeit, Gruppen-/Teamfähigkeit, Beziehungsfähigkeit, Lernfähigkeit, Transferfähigkeit, Reflexionsfähigkeit.


Didaktische Formen
Wir bilden nach den Methoden der Erwachsenenbildung aus und stützen uns dabei auf die aktuellen Erkenntnisse der Lernforschung ab. Die Ausbildung zeichnet sich durch eine Vielfalt unterschiedlicher Gefässe und Methoden aus, wie Klassenunterricht, Seminar, Projekte, Training, musisch-gestalterisches Arbeiten, Reflexionsgruppen usw.


Erwartungen an die Studierenden
Wir erwarten, dass sich die Studierenden aktiv an den im Studienplan vorgesehenen Veranstaltungen beteiligen und die erforderliche Zeit für Selbststudium und gestellte Aufgaben aufwenden.
Der Besuch des Unterrichts ist ein zentraler Teil der Ausbildung. Es besteht deshalb Präsenzpflicht.
Zudem erwarten wir von den Studierenden, dass sie ihre Persönlichkeitsentwicklung kontinuierlich reflektieren und eigenverantwortlich fördern. Die Schule unterstützt diesen Prozess mit dem Angebot entsprechender Gefässe.
 

 

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