Angehörigenarbeit

Angehörige: Lästige Stänkerer oder wertvolle Ressource?

Im Rahmen zweier Impulsworkshops wurde das Thema «Angehörigenarbeit» aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Was bedeutet dieses Thema für die Betroffenen und Beteiligten? Die Chancen und Risiken der Einführung eines Angehörigen-Konzeptes wurden erläutert und die aktuellsten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Erfahrungen aus der Institution aufgezeigt.

Hintergründe – Diskussion unter verschiedenen Betroffenengruppen
Es ist nicht leicht, die eigene Mutter, den Vater oder die Ehefrau, den Ehemann im Pflegeheim zu wissen. Dieser Ablösungsprozess ist mit Emotionen verbunden und bringt das bisherige Rollenbild von Eltern und Kinder ins Wanken. Viele Angehörige fühlen sich in dieser neuen Rolle verpflichtet zu schauen, dass es ihren Lieben im neuen Zuhause gut geht. Sie betrachten es als ihre neue Aufgabe und wollen als Bezugspersonen mit wichtigen Informationen ernst genommen und involviert werden. Als Pflegefachperson oder Institutionsleitung ist es oft ein Balanceakt, wo und wie sie die Angehörigen einbeziehen können, und wo sie sich klar abgrenzen sollen. Wie gelingt es, die Angehörigen auf gute Art und Weise als PartnerInnen mit einzubeziehen?

Professionalisierung: Erkenntnisse aus der Wissenschaft und aus zwei Institutionen
Die Zusammenarbeit mit Angehörigen ist individuell und komplex – und gleichzeitig unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige Betreuung. Ein Patentrezept für ein entsprechendes Konzept gibt es nicht. Trotzdem kann eine gewisse Struktur allen Beteiligten, das heisst der Institution, den Angehörigen und den Bewohnenden, Sicherheit vermitteln.

Zu Desktop-Ansicht wechseln Zu Mobile-Ansicht wechseln