Komplexität in der Pflege/Betreuung

Komplexität in der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz

«Wenn viel miteinander zusammen kommt, dann ist es schwierig und komplex. Komplex ist es auch, wenn eine Aufgabe sehr kompliziert ist.»
Simon, 16 Jahre, 1. Lehrjahr Hochbauzeichner


«Komplex wird es, wenn verschiedene Bereiche mit verschiedenen Personen eng miteinander zusammenarbeiten müssen. Komplexität ensteht dann, wenn zu viele Lösungen angeboten werden.»
Gregor, 60 Jahre, Uniprofessor und Gemeindepräsident


«Für mich ist im Moment gar nichts komplex. Ich habe alles im Griff.»
Mara, 10 Jahre, Schülerin


Unabhängig von Alter und Geschlecht: Komplexität wird von den meisten Menschen mit ähnlichen Attributen beschrieben: Wenn vieles zusammenkommt, wenn verschiedene Menschen aus verschiedenen Bereichen eng miteinander arbeiten müssen, wenn es viele mögliche Lösungen gibt, oder wenn wir gerade das Gefühl haben, nicht alles im Griff zu haben – dann befinden wir uns in einer komplexen Situation!

Dies kennen Fachpersonen in der Pflege und Betreuung von demenzkranken Menschen nur allzu gut: Oftmals haben Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Demenz noch andere Beschwerden oder Erkrankungen, z.B. Inkontinenz, Bewegungseinschränkungen durch Rheuma oder Arthrose, Herzerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Suchterkrankungen etc.

Die verflochtenen Krankheitsbilder und sich mitunter rasch verändernde Gesundheits- und Bewusstheitszustände der Menschen mit Demenz folgen keinen Regeln und lassen sich nur schwer in Kategorien fassen – dies macht den Umgang mit den betroffenen Menschen so herausfordernd und macht die Situationen komplex.

Die Tagung «Heute war es schwierig, morgen kann es vielleicht ganz anders sein» vom 27. April 2017 befasst sich mit diesem Thema. Im Zentrum stehen dabei folgende Aspekte:

  • geringe Vorhersehbarkeit und damit verbundene erschwerte Planbarkeit
  • sich verringernde Ressourcen und begrenztes soziales Netz der demenzbetroffenen Menschen
  • Problematik der Mehrfachdiagnostik, bei der Pflege von Menschen mit Demenz
  • knappe finanzielle Mittel für die Pflege und Betreuung

ReferentInnen

  • Christian Müller-Hergl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DCM Strategic Lead, Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD), Universität Witten/Herdecke, Witten
  • Christoph Held, Dr. med. Facharzt Psychiatrie FMH Schwerpunkt Gerontopsychiatrie, Zürich
  • Doris Fellmann Blättler, Leiterin Aus-/Weiterbildung / Qualität Pflege Betreuung, AltersZentrum St. Martin, Sursee
  • Franziska Büttler, Pflegeexpertin, GAG Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu, Egerkingen

Tagungsprogramm


Bei Fragen steht Ihnen Irène Mahnig-Lipp, Leiterin Pflege und Betreuung, gerne zur Verfügung: Tel: 041 419 72 61, i.mahnig@curaviva.ch


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